Private-Equity-Secondaries: Vom Liquiditätsinstrument zur strategischen Anlageklasse

Markets and NewsPrivate-Equity-Secondaries: Vom Liquiditätsinstrument zur strategischen Anlageklasse

Marktumfeld

Private-Equity-Secondaries werden noch häufig als taktische Antwort auf Liquiditätsdruck verstanden. Das greift inzwischen zu kurz. Getrieben wird die Anlageklasse heute von einem wachsenden Bestand an privaten Beteiligungen, höherem Portfolioumschlag, sich erholender Exit-Aktivität und einer anhaltenden Lücke zwischen NAV-Wachstum und Ausschüttungen. Anders gesagt: Dieser Markt braucht keine Krise, um weiter zu wachsen.

Was die Daten zeigen

Das Transaktionsvolumen im Sekundärmarkt für Private Equity erreichte 2025 mit mehr als 250 Mrd. US-Dollar einen Höchststand. Zugleich bleibt der Liquiditätsbedarf von Investoren hoch, weil die Ausschüttungen vieler Fonds für eine organische Portfolioumschichtung weiterhin nicht ausreichen. Das spricht für anhaltend hohe Aktivität im Sekundärmarkt.

Gleichzeitig wird der Markt breiter: Neben klassischen Verkäufen durch Anleger gewinnen von Fondsmanagern initiierte Transaktionen an Bedeutung. Damit verändert sich auch die Einordnung der Anlageklasse. Secondaries sind nicht mehr nur ein Ventil in Stressphasen, sondern zunehmend ein reguläres Instrument des Portfoliomanagements.

Implikationen für Investoren

Für Portfolios liegt der Reiz weniger im Taktieren als in besserer Konstruktion. Secondaries können Blind-Pool-Risiken senken, den J-Kurven-Effekt abflachen und frühere Rückflüsse ermöglichen, weil Anleger in bereits aufgebaute Portfolios einsteigen. Risiken bei Bewertung, Verschuldung und Managerauswahl bleiben bestehen. Dennoch ist der Ausgangspunkt oft robuster als bei Primärzusagen. Prägnant formuliert: Secondaries sind nicht mehr nur die Hintertür von Private Equity, sondern zunehmend ein Haupteingang. Für Investoren spricht das für einen konstruktiven, aber disziplinierten Blick auf die Anlageklasse: entscheidend bleiben Selektivität, Preisdisziplin und ein realistisches Verständnis von Liquidität.

Der Artikel wurde adaptiert von einem Vortrag auf der BAI Alternatives Investor Conference im April 2026. Das Thema des Vortrages ist „Private Equity Secondaries: Liquidity, Opportunities & Evolving Strategies” von Charlie Bridgeland, Lexington Partners by Franklin Templeton.

Transaktionsvolumen im Jahr 2025 auf Rekordhoch

Quellen: Schätzungen von Lexington (Tansaktionsvolumen Sekundärmarkt) Stand März 2026, Preqin (Dry Powder), Jefferies Global Secondary Market Review Stand Januar 2026. Das Transaktionsvolumen des Sekkundärmarkts basiert auf dem Verkaufspreis zuzüglich nicht finanzierter Zusagen. Die Jahre an Transaktionsvolumen ergeben sich aus den zum Jahresende verfügbaren Liquiditätsreserven, dividiert durch das Transaktionsvolumen des Vorjahres. Die Bottom-up-Analyse der Liquiditätsreserve schließt Mittel für zweckgebundene Infrastruktur- und Immobilien-Secondary-Fonds aus. Wie viel zusätzliches Sekundärkapital aufgebracht werden kann, hängt von den kurz- bis mittelfristigen Bedingungen für die Mittelbeschaffung ab. Die zum Ausdruck gebrachten Ansichten stammen von Lexington zum Zeitpunkt dieser Präsentation und können sich ändern. Es kann nicht zugesichert werden, dass sich historische Trends fortsetzen. Diese Informationen sind in Verbindung mit den Fußnoten zu lesen.

Wo liegen die Risiken?

Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich eines möglichen Kapitalverlusts.
Private-Markets-Investments sind nur für Anleger geeignet, die die Risiken tragen können, die mit diesen Anlagen (z. B. Private Credit und Private Equity) mit möglicherweise begrenzter Liquidität verbunden sind. Die Anteile sind nicht an einer öffentlichen Börse notiert, und es ist nicht zu erwarten, dass ein Sekundärmarkt entsteht.

Liquiditätsrisiken liegen vor, wenn es schwierig oder unmöglich ist, Wertpapiere oder andere Anlagen zu dem Kurs zu verkaufen, zu dem sie bewertet werden.

WF: 10301859


Quellenhinweis: Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 4. Mai 2026 unter dem Titel “Private-Equity-Secondaries: Vom Liquiditätsinstrument zur strategischen Anlageklasse” von Franklin Templeton veröffentlicht. Sämtliche Rechte an Text, Abbildungen und Datenmaterial liegen bei Franklin Templeton Investment Services GmbH, Frankfurt am Main. altii übernimmt den Beitrag im Rahmen einer redaktionellen Syndikation und ergänzt ihn um strukturierte Metadaten zur besseren Discovery in Such- und KI-Systemen. Original-URL

* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.