Bitcoin zum Jahresende 2025: Keine übliche Santa-Rallye
Bitcoin verzeichnet zum Ende des Jahres 2025 trotz eines insgesamt konstruktiven makroökonomischen Umfelds ein negatives Jahresergebnis. Diese Schwäche ist hauptsächlich auf interne Marktmechanismen zurückzuführen und spiegelt weniger konjunkturelle Unsicherheiten wider.
Einfluss des US-Wirtschaftswachstums auf Zinshoffnungen
Das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal fiel stärker als erwartet aus, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Federal Reserve im Januar deutlich verringert. Gleichzeitig werden die Nachwirkungen des jüngsten Government Shutdowns intensiver spürbar. Für das vierte Quartal wird eine deutliche Abkühlung der wirtschaftlichen Dynamik prognostiziert, jedoch ohne bisher erkennbare Rezessionsanzeichen.
Marktinterne Faktoren prägen den Kryptosektor
Während traditionelle Anlageklassen wie Edelmetalle von Inflationsängsten und geopolitischen Spannungen profitieren konnten, blieben Kryptowährungen 2025 deutlich hinter diesen Entwicklungen zurück. Das Jahr präsentierte sich bisher als eine Phase, in der klassische Wertaufbewahrungsmittel im Fokus standen.
Der gegenwärtige Abschwung im Kryptomarkt ist vor allem durch sektorspezifische Faktoren bedingt. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der anhaltende Verkaufsdruck von langfristigen Bitcoin-Haltern. Diese Investorengruppe reduziert ihre Positionen gemäß dem historisch beobachteten Vierjahreszyklus, unabhängig von kurzfristigen makroökonomischen Impulsen. Diese fortlaufenden Umschichtungen beeinträchtigen die aktuellen Marktpreise, selbst wenn das übergeordnete Investitionsumfeld und die Risikobereitschaft in anderen Märkten eher unterstützend wirken.
Hohe Volatilität bei eingeschränkter Liquidität
Der Markt zeigt eine anhaltend hohe Volatilität, die auf eine begrenzte Liquidität hinweist. Wiederholt abrupte Kursbewegungen in beide Richtungen bestrafen aggressive Derivatepositionierungen und verhindern die Herausbildung nachhaltiger Trends. Der Bitcoin-Kurs bleibt vor dem Verfall der Jahresendoptionen innerhalb einer engen Spanne zwischen 88.000 und 102.000 US-Dollar gefangen, dem sogenannten Bereich des „Maximum Pain“, der kurzfristig als Orientierungspunkt dient. Nach dem Optionsverfall wird erwartet, dass Bitcoin eine größere Bewegungsfreiheit erlangt.
Fazit
Der Kryptowährungsmarkt steht zum Jahresende 2025 vor besonderen Herausforderungen, die maßgeblich durch interne Marktmechanismen geprägt sind. Langfristige Trends von institutionellen Investoren beeinflussen den Kurs stärker als makroökonomische Rahmenbedingungen. Die beobachtete Volatilität und Liquiditätslage spiegeln die anspruchsvollen Handelsbedingungen wider, die eine Richtungsfindung aktuell erschweren.
Diese Einschätzung stammt von Marc des Ligneris, Senior Portfolio Manager bei CoinShares, und wurde durch Jonathan Ponchon-Erhard von JPE Consulting weitergegeben.
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