Investmentausblick: Eskalation im Nahen Osten mit Auswirkungen auf Märkte und Inflation

Edition AIInvestmentausblick: Eskalation im Nahen Osten mit Auswirkungen auf Märkte und Inflation

Konflikteskalation im Nahen Osten

Ende Februar 2026 intensivierten sich die Auseinandersetzungen zwischen USA, Israel und dem Iran erheblich. Militärische Angriffe richteten sich gegen politische, militärische und infrastrukturelle Ziele, während der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte reagierte. Zudem führten vorübergehende Schließungen von Lufträumen und der Straße von Hormus sowie Angriffe auf Energieinfrastrukturen zu einer weiteren Verschärfung der geopolitischen Lage.

Auswirkungen auf den Ölpreis und die Kapitalmärkte

Der Ölpreis, insbesondere Brent, stieg infolge der Eskalation zeitweise auf fast 120 USD und stabilisierte sich über 100 USD. Dies wirkt sich unmittelbar auf Inflation und Wirtschaftswachstum aus. Aktienmärkte geraten unter Druck, vor allem in Europa und Asien, während Staatsanleihenrenditen steigen und der US-Dollar an Stärke gewinnt.

Die geldpolitischen Erwartungen passen sich an: Die US-Notenbank Federal Reserve signalisiert keine Zinssenkungen, während auf europäischer Seite zwei Zinserhöhungen durch die EZB im Mai und Juni eingepreist werden.

Rohstoffe und Wachstumsausblick

Edelmetalle wie Gold und Silber geraten unter Druck aufgrund steigender Zinsen und eines stärkeren Dollars, während Bitcoin an Wert gewinnt. Europa und Teile Asiens mussten ihre Wachstumserwartungen nach unten korrigieren, und die globale Inflation wird voraussichtlich höher ausfallen als bisher angenommen. Die wirtschaftlichen Folgen hängen wesentlich von der Dauer des Konflikts und der Stabilität der globalen Lieferketten ab.

Politischer Hintergrund und militärisches Engagement

Ein längerfristiges militärisches Engagement der USA ist aufgrund politischer und wirtschaftlicher Zwänge unwahrscheinlich. Hohe Kosten, steigende Staatsschulden sowie steigende Energiepreise belasten die US-Wirtschaft und erhöhen den politischen Druck im Vorfeld der anstehenden Zwischenwahlen. Auch Israel wird vermutlich die aktuelle Konfliktdauer nicht dauerhaft aufrechterhalten können.

Ob der Iran bei einer US-Deeskalation die Schifffahrt in der Straße von Hormus wieder freigibt, bleibt ungewiss, jedoch wäre dies zur Wiederaufnahme der Rohöllieferungen, beispielsweise nach China, vorteilhaft.

Potenzielle Folgen einer anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus

  • Rückgang des privaten Konsums durch höhere Inflation
  • Gedämpfte Investitionsbereitschaft der Unternehmen wegen wachsender Unsicherheit

In einem solchen Fall könnten Notenbanken gezwungen sein, die Leitzinsen zu erhöhen. Gleichzeitig würden staatliche Ausgaben für Energieversorgung, Infrastruktur und Verteidigung wahrscheinlich steigen, was das Wirtschaftswachstum, auch in Deutschland, stützen könnte.

Konjunkturelle Szenarien für Deutschland

Basisszenario – Moderates Wachstum (60% Wahrscheinlichkeit)

  • Ölpreis bleibt bis Ende April bei oder über 100 USD, fällt danach auf 70 bis 80 USD
  • Wachstum reduziert sich um ca. 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte
  • Inflation erreicht eine Spitze von ca. 3%, Jahresmittel bei 2,5%

Risikoszenario – Stagflation (40% Wahrscheinlichkeit)

  • Brent-Ölpreis bleibt monatelang hoch
  • Wachstumsdämpfer bei 0,5 bis 0,8 Prozentpunkten
  • Inflation steigt auf bis zu 5%, Jahresmittel ca. 3%

In beiden Szenarien wird mindestens eine Zinserhöhung der EZB erwartet. Das Risiko erneuter Rücksetzer an den Aktienmärkten und steigender Anleiherenditen besteht weiterhin, insbesondere im Risikoszenario und bei stärkeren Zinsschritten als erwartet.

Ausblick

Das Basisszenario geht von einer Deeskalation aus, bei der ein Großteil der negativen Einflüsse bereits berücksichtigt ist. Positive Signale könnten dadurch das Aufwärtspotenzial an den Kapitalmärkten erhöhen.


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