Europäische Märkte schalten in den Defensivmodus
Im März dominierte der Konflikt im Iran die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte. Dies führte zu deutlichen Kursverlusten im hohen einstelligen Prozentbereich und einer klaren Rotation in defensive Branchen.
Marktverhalten und Sektorrotation
Während Energiewerte starke Zuwächse verzeichneten, konnten sich Versorger, Telekommunikation und Materialien vergleichsweise besser halten. Konjunktursensible und konsumnahe Sektoren gerieten hingegen unter Druck. Die Marktvolatilität war hoch und wurde maßgeblich durch Kapitalflüsse beeinflusst, die kurzfristige Positionsanpassungen bedingten.
Die Verluste im März neutralisierten im Wesentlichen die Gewinne der beiden vorangegangenen Monate, wodurch sich die Marktentwicklung seit Jahresbeginn als moderat darstellt.
Fondsentwicklung und Portfolioanpassungen
Die Fonds Jupiter European Fund UT und Jupiter European Select Fund SICAV blieben im März hinter dem Markt zurück. Im Portfolio wird eine geringere Gewichtung klassischer defensiver Sektoren wie Telekommunikation, Versorger und Lebensmitteleinzelhandel beibehalten, da diese langfristig keine Renditen oberhalb ihrer Kapitalkosten erwarten lassen. Dieses Vorgehen kann kurzfristig Nachteile mit sich bringen, ist jedoch für die langfristige Wertentwicklung zentral.
Die Cash-Quote wurde moderat erhöht, das Marktrisiko bleibt nahe am Gesamtmarkt, und Faktor-Risiken werden kontrolliert. Eine wesentliche Anpassung war der erneute Aufbau von Positionen im Energiesektor aufgrund gestiegener Öl- und Gaspreise infolge des Konflikts. Auch bei einer Entspannung wird von anhaltend höheren Preisen ausgegangen, da notwendige Investitionen weiterhin bestehen.
Ausblick und Risikoeinschätzung
Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts bleibt hoch. Die Portfolios sind daher weder eindeutig defensiv noch zyklisch ausgerichtet, da positive und negative Szenarien aktuell als ungefähr gleich wahrscheinlich eingeschätzt werden.
Die zunehmende Dauer des Konflikts erhöht die Risiken für Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne, insbesondere da viele europäische Unternehmen einen erheblichen Anteil ihrer Umsätze außerhalb Europas generieren, vor allem in Asien, das stärker von steigenden Energiepreisen betroffen sein könnte.
Europäische Aktien werden gegenwärtig mit einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14,6 bewertet. Bei einer schnellen Entspannung des Konflikts besteht somit Potenzial für eine positive Marktentwicklung.
DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags kann KI unterstützend eingesetzt worden sein. EN: AI may have been used to support the creation of this post.