Herausforderung Stranding in deutschen Gewerbeimmobilienportfolios
Eine aktuelle Untersuchung unter 30 führenden deutschen gewerblichen Immobilienfondsmanagern zeigt, dass Energieineffizienz bereits zu signifikanten Wertverlusten geführt hat und bis zu 50 % von Portfolios innerhalb von fünf Jahren bedrohen kann.
Aktuelle Wertverluste und zukünftige Risiken
Alle befragten Fondsmanager sehen ineffiziente und somit „gestrandete“ Immobilien in ihren Portfolios, die heutigen Mindestenergieeffizienzstandards und ESG-Anforderungen nicht mehr entsprechen. 70 % berichten von Wertverlusten zwischen 11 % und 30 %, während 23 % Verluste zwischen 31 % und 40 % in den letzten drei Jahren feststellen.
80 % erwarten, dass der Anteil der gestrandeten Assets ohne sofortiges Handeln um bis zu 25 % in den nächsten fünf Jahren wächst.
Strategien zur Werterhaltung und Energieoptimierung
Um die Herausforderung zu meistern, verlagert sich der Fokus zunehmend auf technologische Lösungen statt auf langwierige physische Sanierungen. 48 % der Manager planen, HVAC-Systeme zu modernisieren, 45 % wollen in neue Gebäudemanagementsysteme (BMS) investieren, und 52 % erwägen den Abriss ineffizienter Gebäude.
Digitale Lösungen als Schlüssel zur Effizienzsteigerung
Laut der Studie setzen 73 % der Fondsmanager auf Investitionen in digitale Gebäudemanagementsysteme, gefolgt von 67 %, die Technologien zur Fernoptimierung der Gebäudesysteme für besonders wirkungsvoll halten. Diese digitalen Maßnahmen werden gegenüber klassischen, kapitalintensiven Sanierungen bevorzugt.
Bedeutung von Technologie und Herausforderungen
93 % der Befragten bewerten Technologie als wichtigen Bestandteil ihrer Strategie, 23 % davon als hochgradig wichtig. Gleichzeitig sehen 83 % große Betriebsstörungen durch physische Sanierungen als Haupthindernis. Dateninseln und Sicherheitsbedenken im Umgang mit neuen Smart-Energy-Lösungen stellen weitere Barrieren dar.
84 % der Manager planen, ihre Investitionen in Technologien zur Energieeffizienz in den nächsten drei Jahren zu erhöhen, wobei 17 % mit einem deutlichen Ausgabeschub rechnen. Hauptgrund ist die schnellere Wirksamkeit und geringere Kapitalbindung digitaler Lösungen im Vergleich zu physischen Umbauten.
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