Fed hält Leitzins 2026 stabil trotz restriktiver Rhetorik
Die US-Notenbank Federal Reserve hat erwartungsgemäß ihren Leitzins unverändert im Zinsband von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Der Entscheid wurde einstimmig getroffen. Kevin Warsh, der neue Fed-Vorsitzende, steht unter Druck der US-Regierung, die Zinssenkungen fordert, doch die aktuelle Lage mit starker Konjunktur und hoher Inflation verhindert diese.
Geldpolitische Perspektiven und Marktreaktionen
Interessant ist, dass 9 von 18 Fed-Mitgliedern für 2026 eine Zinserhöhung erwarten, jedoch bereits 2027 von Zinssenkungen ausgehen. Diese restriktivere Geldpolitik überraschte den Markt, woraufhin der US-Dollar nach der Entscheidung leicht an Wert gewann. Zudem wurde die Inflationsprognose für den Kern-PCE mit 3,3 Prozent angehoben, was zu einem Anstieg der US-Renditen und Druck auf risikoreichere Anlageklassen führte.
Ausblick für die Zinsentwicklung
Es wird weiterhin erwartet, dass der Leitzins bis Ende 2026 stabil bleibt ohne weitere Erhöhungen. Diese Prognose könnte zu einer Neubewertung der Zinserwartungen am Markt führen, mit einem voraussichtlichen schwächeren US-Dollar und fallenden Anleiherenditen.
Expertenmeinung
Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei ZKB/Swisscanto, kommentiert die Situation mit Blick auf die geldpolitische Ausrichtung und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
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