Die EZB hat im Juni 2026 überraschend angehoben: 0,2 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent Einlagenzins, und für Juli signalisieren die Märkte bereits den nächsten Schritt. Für europäische Hochzinsanleihen ändert das die Rechnung. Tikehau hält mit einer Strategie dagegen, die seit 2007 läuft und im heutigen Marktumfeld auffällig wenige Nachahmer hat.

Ein Haus, das an der Seite seiner Kunden investiert
2004 mit vier Millionen Euro Eigenkapital gegründet, heute rund 53 Milliarden Euro unter Verwaltung. Bemerkenswert ist dabei weniger das Wachstum als die eigene Bilanz: Ein Großteil des konzerneigenen Kapitals steckt in den hauseigenen Strategien. Wer so aufgestellt ist, trifft Risikoentscheidungen erfahrungsgemäß anders.
Die Prämie, nach der kaum jemand greift
Passive Ströme treiben den europäischen Rentenmarkt zu den größten und am höchsten verschuldeten Emittenten. Genau dort sucht dieses Team nicht. Es geht gezielt in die Segmente, die das Sell-Side-Research der Banken übersieht, und vereinnahmt eine Prämie, die es selbst Komplexitätsprämie nennt. Wie das operativ funktioniert, ohne das Ausfallrisiko zu erhöhen, ist der eigentlich spannende Teil.
Eine Kennziffer, die aus dem Rahmen fällt
Zur Ausfallhistorie seit 2009 nennt das Haus einen durchschnittlichen Jahresverlust, der für ein High-Yield-Portfolio ungewöhnlich niedrig liegt. Diese eine Zahl erklärt über den Investmentprozess mehr als jede Performance-Tabelle.
Was das Management im Interview sagt
Die Portfoliomanager äußern sich zur AT1-Verwerfung rund um die Credit Suisse, zu der Frage, wann Disziplin im Kreditmarkt am meisten kostet, und zu den drei Säulen, auf denen sie den europäischen Hochzinsmarkt der kommenden Jahre ruhen sehen.
Die vollständige Analyse
Das Fondsporträt, die Aufschlüsselung des Portfolios per Ende Mai 2026, die Wertentwicklung über 15 Jahre und das komplette Managementinterview stehen in Ausgabe 14/2026 des Fondsanalysten. Ebenfalls in dieser Ausgabe: ein konservativer Value-Fonds, dessen Volumen sich binnen zwölf Monaten fast verdreifacht hat.
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Bild © Greiff Research Institut
Dieser Beitrag erschien zuerst beim Greiff Research Institut GmbH
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