Digitale Vermögenswerte als langfristige Portfoliokategorie
Der 2026 Affluent Investor Crypto Report von CoinShares belegt, dass digitale Assets für vermögende Anleger in Europa und den USA zunehmend integraler Bestandteil ihrer Vermögensallokation sind. In fünf der sieben analysierten Märkte besitzen mindestens zwei Drittel der Befragten digitale Vermögenswerte, darunter 70 Prozent in Deutschland und 69 Prozent in der Schweiz.
Struktureller Wandel der Anlageperspektive
Anleger betrachten Kryptowährungen nicht mehr lediglich als spekulative Einzelwetten, sondern als strategischen Baustein in diversifizierten Portfolios. Die durchschnittliche Allokation auf digitalen Assets liegt bei rund zehn Prozent, vergleichbar mit etablierten alternativen Anlagen. Langfristige Wertentwicklung, Diversifikation und die Rolle digitaler Assets im makroökonomischen Umfeld sind die wichtigsten Investitionsgründe, während kurzfristige Volatilität eine untergeordnete Rolle spielt.
Bitcoin als zentraler Bezugspunkt
Rund 75 Prozent der Befragten prognostizieren, dass Bitcoin langfristig eine bedeutende Rolle im globalen Finanzsystem innehaben wird. Ein ähnlicher Anteil sieht Bitcoin als Absicherung gegen die Entwertung staatlicher Währungen. Die meisten Anleger kombinieren Bitcoin-Investments mit weiteren digitalen Assets wie Ethereum, Stablecoins oder anderen Token.
Deutschland: Eigenständigkeit und institutionelles Wachstum
In Deutschland zeigt die Studie eine hohe Eigenständigkeit und zunehmende institutionelle Dynamik. 80 Prozent der Befragten betrachten Bitcoin als verlässlichen Wertspeicher. 77 Prozent planen, ihren Bitcoin-Anteil auszubauen, und 92 Prozent haben generell Interesse an einer verstärkten Beteiligung an digitalen Assets. Zudem fühlen sich 43 Prozent der deutschen Investoren wohl dabei, Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen, was über dem europäischen Durchschnitt liegt. Die zunehmende Regulierung und Angebote großer deutscher Banken für Verwahrung und Handel digitaler Assets werden von 68 Prozent als investitionsförderlich angesehen.
Schweiz: Fokus auf professionelle Zugangswege
Die Schweizer Anleger setzen stärker auf regulierte und intermediierte Zugangswege wie Brokerage-Plattformen, ETPs oder Fonds anstelle des direkten Kryptohandels. 69 Prozent halten digitale Assets, und 76 Prozent wissen Bitcoin als langfristigen Wertspeicher zu schätzen. 87 Prozent planen eine intensivere Beschäftigung mit Krypto. Nur 19 Prozent bevorzugen es, eigenständig Investmententscheidungen zu treffen.
Beratungsbedarf als Wettbewerbsvorteil
Der Bedarf an verlässlichen Informationen und kompetenter Beratung ist hoch: 87 Prozent der deutschen und 91 Prozent der Schweizer Anleger wünschen sich mehr Wissen für ihre Investments in digitale Assets. 69 Prozent der deutschen und 62 Prozent der Schweizer Investoren würden mit Vermögensverwaltern zusammenarbeiten, die über ausgewiesene Krypto-Expertise verfügen. Transparenz und regulatorische Einbettung stellen für Anbieter einen entscheidenden Mehrwert dar.
Makroökonomische und geopolitische Einflüsse
Zinsentwicklung, Inflation und geopolitische Risiken spielen eine zunehmende Rolle bei Anlageentscheidungen. 66 Prozent der deutschen und 55 Prozent der Schweizer Befragten sehen in geopolitischen Spannungen einen Grund, vermehrt in digitale Assets zu investieren. Krypto wird so auch als Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Unsicherheiten wahrgenommen.
Studienmethodik
Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von 2.230 vermögenden Anlegern in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden und der Schweiz mit investierbaren Vermögenswerten ab 500.000 US-Dollar. Die Erhebung erfolgte im Zeitraum vom 11. Mai bis 5. Juni 2026. In Deutschland nahmen 305 und in der Schweiz 206 Personen teil.
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