Am 19. November 2026 trifft sich die gewerbliche Immobilienfinanzierung zum 13. Real Estate Finance Day im JW Marriott Hotel Frankfurt. Das Programm kreist um notleidende Kredite, alternative Kapitalgeber und die Frage, wer Finanzierungslücken künftig schließt. Für Banken, Debt-Investoren und Bestandshalter ist das die Agenda der kommenden Refinanzierungsrunden.
Ein Markt zwischen Stillstand und Restrukturierung
Der Veranstalter Targa Communications beschreibt das Umfeld ungewöhnlich offen. Er nennt höhere Anforderungen an das Eigenkapital, regulatorische Eingriffe und schwindendes Vertrauen zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern. Hinzu kommen ein zersplitterter Markt und kaum noch Transaktionen.
Entsprechend breit ist der Block zur Restrukturierung. Ein Podium mit Praktikern von Hamburg Commercial Bank, AEW Invest und 777 Capital Partners behandelt den strategischen Umgang mit Problemkrediten. Ein weiteres Panel fragt, wie aktives Asset Management Finanzierungen aus der sogenannten Zombiefalle holt. Angekündigt sind zudem Debatten über Loan-to-own-Strategien und den Rückzug klassischer Banken aus der Projektfinanzierung.
Wer die Finanzierungslücke füllt
Die Opening Keynote hält Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt und Leiter Research der BayernLB. Er ordnet Konjunktur, Inflation sowie Zentralbank- und Kapitalmarktzinsen ein, die Pricing und Kapitalstruktur jeder Anschlussfinanzierung bestimmen. Danach stellt die FAP Group ihren Private Debt Report vor. Jens Tolckmitt vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) präsentiert Zahlen zum deutschen Immobilienmarkt.
Mehrere Runden widmen sich der Frage, wie Kapital und Kreditnehmer zusammenfinden, etwa mit JLL, Manova Partners, CAERUS Debt Investments und HEOS Finance. Im Talk „Insti insights“ berichten AUKERA, BarmeniaGothaer Asset Management und 2ICP, wo institutionelle Investoren derzeit investieren. Jürgen Helm von PGIM Real Estate stellt sich im Interview den Thesen des Chefredakteurs von immobilienmanager.
Aus Sicht der Redaktion zeigt die Besetzung eine Verschiebung im Markt. Debt-Fonds, Versicherer und Berater erhalten im Programm ebenso viel Raum wie die Banken. Wer Kapital aufnehmen will, muss diese Geldgeber und ihre Anforderungen kennen.
Was über das Tagesgeschäft hinausweist
Zwei Panels greifen weiter. Eines fragt, ob agentische KI die gewerbliche Immobilienfinanzierung ersetzt, ergänzt oder entfesselt; dazu diskutieren Vertreter von Oreda, m2 partners und Lineage. Das andere behandelt die Berliner Enteignungsdebatte und die Sicherheit von Darlehen und Grundschulden. Hier sprechen zwei Partner von BCLP mit Dr. Jan Tibor Böttcher, dem stellvertretenden ZIA-Hauptgeschäftsführer.
Für Finanzierer wiegt das zweite Thema schwer. Eine Enteignungsdebatte berührt den Wert der Sicherheit, auf dem die Kreditentscheidung beruht. Das ist eine Einschätzung der Redaktion, die Antwort liefert erst das Panel.
Durch den Tag führt Caroline S. Kailuweit, das Programm läuft von 8:50 bis 18:45 Uhr. Wer nicht nach Frankfurt kommt, kann die Sessions im Livestream verfolgen, den altii als Event- und Streamingpartner verantwortet. Offen bleibt, ob die Debatten belastbare Signale für Bewertungen und die Kreditvergabe im Jahr 2027 liefern.
Bild © Targa Communications
* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.