Alpine Macro: Schwellenländer-Aktien im Zeichen des Ölschocks neu gewichten

Edition AIAlpine Macro: Schwellenländer-Aktien im Zeichen des Ölschocks neu gewichten

Das Research-Haus Alpine Macro empfiehlt für das zweite Quartal 2026 eine Neugewichtung der Emerging-Markets-Aktienallokation: Die negative Wirkung des Ölschocks werde viele Schwellenländer auch nach einem möglichen Ende des Iran-Konflikts belasten. Strategisch rät Alpine Macro, Untergewichtungen in China auf Benchmark-Niveau zu reduzieren und stattdessen die Positionen in Südkorea und Taiwan auszubauen. Südostasiatische Märkte wie Thailand und die Philippinen werden auf Untergewicht herabgestuft, während Indonesien auf starkes Übergewicht angehoben wird.

Physische Ölpreise bleiben länger hoch

Die Analyse geht von einer transitorischen Natur des Ölschocks aus, unterscheidet jedoch zwischen Papier- und physischen Ölmärkten. Während die Preise an den Terminbörsen nach einem Waffenstillstand schnell normalisieren dürften, werden die physischen Ölpreise voraussichtlich „höher für länger“ bleiben. Die physischen Lieferengpässe benötigen Zeit, um sich aufzulösen, was die Zweitwirkungen auf Inflation und Geldpolitik in vielen Schwellenländern verlängert. Das Research betont, dass EM-Assets bei einer Rückkehr des Risikosappetits voraussichtlich hinter ihren entwickelten Marktgegenstücken – insbesondere den USA – zurückbleiben werden.

Asien im Fokus der Neugewichtung

Die Neupositionierung innerhalb der asiatischen Schwellenländer fällt deutlich aus. Südkorea wird von Alpine Macro auf Übergewicht angehoben, da der starke Verkauf seit Kriegsbeginn als Kaufgelegenheit genutzt werden soll. Der globale Tech-Zyklus bleibe intakt, und Südkorea sei gut positioniert, um davon zu profitieren. Die Bewertung ist mit einem Abschlag von 15 Prozent gegenüber dem EM-Index attraktiv, der koreanische Won gilt als deutlich unterbewertet. Taiwan erhält ebenfalls ein Upgrade, wenngleich die Bewertungen bereits erhöht sind. China hingegen wird auf Benchmark-Niveau herabgestuft: Die dortigen Aktienmärkte haben seit Kriegsbeginn keinen nennenswerten Verkauf erlebt, was das Potenzial für eine Erholung begrenzt. Zudem verringert die positive Wachstumsüberraschung die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger geldpolitischer Lockerungen. Indien bleibt auf Untergewicht, da das Land durch hohe Ölimportkosten und mögliche Rückgang der Überweisungen aus den Golfstaaten belastet wird.

Südostasien und Lateinamerika

Thailand und die Philippinen werden auf Untergewicht zurückgestuft. Beide Länder zählen zu den verwundbarsten gegenüber dem Ölschock. Die Philippinen haben bereits den nationalen Notstand ausgerufen, Thailand verzeichnet einen starken Einbruch des Vertrauens der Unternehmen. Indonesien hingegen wird auf starkes Übergewicht angehoben. Als Netto-Energieexporteur ist das Land relativ isoliert vom Ölpreisschock, und die makroökonomische Stabilität korreliert positiv mit den Ölpreisen. Die mögliche Herabstufung durch MSCI von „Emerging Market“ auf „Frontier Market“ wird als bereits eingepreist betrachtet. Südafrika wird nach starker Outperformance auf Untergewicht zurückgestuft, um Platz für erhöhte Positionen in Kolumbien und Indonesien zu schaffen. Kolumbien wird auf Übergewicht angehoben.

Sektorallokation favorisiert Energie und Technologie

Auf Sektorebene empfiehlt Alpine Macro eine Übergewichtung im Energiesektor beizubehalten und den Technologiesektor aufzuwerten. Beide Sektoren gelten als am besten gegen die Ölkrise abgesichert. Konsumsektoren werden abgewertet, da sie am stärksten exponiert sind. Basiskonsumgüter notieren mit einem Aufschlag von 50 Prozent gegenüber dem EM-Index und stehen vor weiterem Bewertungsdruck. Der diskretionäre Konsum bietet hingegen ein interessantes Teilsegment: Der anhaltende Ölschock dürfte die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen innerhalb des Sektors katalysieren.

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