DFA – Hard Value Fund: Value ohne Sektorgrenzen

Markets and NewsDFA - Hard Value Fund: Value ohne Sektorgrenzen

Ein konservativer Value-Ansatz, der Verteidigung, Gold, fossile Energien und Tabak ausdrücklich einschließt, statt sie auszuschließen: Der Hard Value Fund hat sein Volumen binnen zwölf Monaten von 17 auf 50 Millionen Euro gesteigert. Verantwortet wird der Fonds von der Walter Ludwig GmbH Wertpapierhandelsbank über ihre Fondssparte van Grunsteyn.

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Der Ansatz

Fondsmanager Patrick Grewe prägt die Strategie seit Auflage im Januar 2023. Im Zentrum steht der Begriff der finanziellen Nachhaltigkeit: Maßgeblich sind nicht vorab definierte Branchen- oder Ländergrenzen, sondern Qualität, Stabilität und Ertragskraft der Unternehmen. Investiert wird dort, wo solide und ertragsstarke Gesellschaften unter ihrem fairen Wert notieren, unabhängig davon, ob sie aus klassischen Value-Bereichen oder aus Sektoren wie Verteidigung, Energie, Gold oder Tabak stammen.

Die Zielgrößen sind klar formuliert: eine Rendite von 6 bis 8 Prozent pro Jahr, eine Volatilität von 8 bis 12 Prozent und eine jährliche Ausschüttung im Bereich von 2 bis 4 Prozent.

Der Prozess

Das Anlageuniversum umfasst rund 3300 dividendenzahlende Aktien ab einer Milliarde Euro Marktkapitalisierung. Die Selektion erfolgt mehrstufig: zunächst quantitativ und qualitativ, anschließend technisch mit Blick auf Trend und Volatilität, danach über eine Top-down-Markt- und Branchenanalyse und schließlich über eine fundamentale Fair-Value-Bewertung. Erst nach dieser Kette wird ein Titel diskretionär ins Portfolio aufgenommen.

Das Risikomanagement

Der Fonds arbeitet bewusst ohne Derivate- und ohne Währungsabsicherung. An deren Stelle treten eine laufende Fair-Value-Überwachung, regelmäßiges Rebalancing, Stopp-Loss-Mechanismen und eine aktiv gesteuerte Kassenquote, die je nach Marktbewertung zwischen 1 und 20 Prozent liegen kann. Das Portfolio umfasst typischerweise 30 bis 40 Positionen. Erstinvestitionen sind auf 3 Prozent begrenzt, Einzelwerte auf maximal 10 Prozent und Sektoren auf maximal 25 Prozent des Fondsvermögens. Klumpenrisiken sollen so strukturell ausgeschlossen werden.

Das Portfolio

Per 29.05.2026 dominierte auf Sektorseite Luftfahrt und Verteidigung mit knapp 17 Prozent, gefolgt von Gold und Goldmining mit knapp 13 Prozent, Atom und fossilen Energien mit 12 Prozent, Tabak mit 8,7 Prozent, Mining mit 8,6 Prozent sowie Finanzinstituten mit 8 Prozent. Unter den größten Einzelpositionen fanden sich SK Hynix (3,5 Prozent), Rheinmetall (3,4 Prozent), Rio Tinto (3,3 Prozent), Rolls-Royce (3,23 Prozent) und Saab (3,2 Prozent).

Die Ergebnisse

Per 23.06.2026 liegt der Fonds seit Jahresbeginn mit gut 14 Prozent im Plus, über zwölf Monate bei 22,3 Prozent und über drei Jahre bei 80,45 Prozent. Seit Auflage steht ein Zuwachs von 78,53 Prozent zu Buche, bei einer Volatilität von 14 Prozent über zwölf Monate und knapp 11 Prozent über drei Jahre.

Einordnung

Der Fonds zeigt, dass ein konsequent umgesetzter Value-Ansatz auch in einem von wenigen Tech-Schwergewichten getragenen Markt funktionieren kann. Fondsmanager Grewe sieht insbesondere in den Trendthemen künstliche Intelligenz und Space eine deutliche Entkopplung der Bewertungen von den Fundamentaldaten und hat zuletzt punktuell Versorger aufgebaut. Die Kombination aus fundamentaler Analyse, technischer Bewertung und aktivem Risikomanagement ohne Derivateeinsatz macht den Fonds zu einem möglichen Portfolio-Baustein für Anleger, die Stabilität, Ausschüttung und aktives Management gewichten.

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Bild © Greiff Research Institut

Greiff Research Institut GmbHDieser Beitrag erschien zuerst beim Greiff Research Institut GmbH

* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.