Wachsende Risiken durch stagflationären Schock
Das Risiko eines globalen stagflationären Schocks ist durch den Nahost-Konflikt und Ölversorgungseinschränkungen stark gestiegen. Diese Entwicklungen haben die Inflationserwartungen in Industrie- und Schwellenländern deutlich erhöht.
Obwohl die Weltwirtschaft weniger abhängig von Öl ist als früher, werden die steigenden Energiepreise voraussichtlich das globale Wachstum bremsen. Sie führen zu Belastungen im verfügbaren Einkommen, Herausforderungen in den Lieferketten sowie zu Nachfragerückgängen und Energie-Rationierungen in mehreren Ländern.
Geopolitische und geldpolitische Implikationen
Trotz eines jüngsten Waffenstillstands bleibt die Gefahr bestehen, dass die anhaltenden Konflikte die Weltwirtschaft in eine Stagflation treiben. Zentralbanken stehen vor schwierigen Entscheidungen, da geldpolitische Straffungen bei Angebotsschocks begrenzt wirken. Schwellenländer reagieren jedoch stabilitätsorientiert und akzeptieren energiepreisbedingte Nachfragerückgänge.
Stabilität in Schwellenländern trotz globaler Unsicherheiten
Schwellenländer zeichnen sich durch hohe Realzinsen, solide Zahlungsbilanzpositionen und geringere Abhängigkeiten von Fremdkapital aus, was sie resilient gegenüber geopolitischen Krisen macht. Besonders Lateinamerika profitiert durch Energie- und Rohstoffautarkie und bietet attraktive Bewertungen sowie potenziell positive politische Impulse durch bevorstehende Wahlen.
Finanzmärkte und Liquidität
Die reichliche Liquidität im globalen Finanzsystem hat zu einer geordneten Korrektur bei Schwellenländeranlagen geführt und die Währungen stabilisiert. Solange Zentralbanken keine aggressive Straffung vornehmen, dürften die Liquiditätsbedingungen unterstützend bleiben.
Ein wichtiges Risiko besteht in einem weiteren Anstieg der Renditen für Industrieländer-Anleihen, was die Finanzierungsbedingungen für Schwellenländer erschweren könnte. Daher wird eine vorsichtige Durationsempfehlung ausgesprochen.
Dollar-Schwäche erwartet
Der US-Dollar zeigt trotz struktureller Schwächen derzeit Stärke als sicherer Hafen. Ein zyklischer Abwärtstrend wird jedoch erwartet, da die Bewertungen hoch sind und die US-Haushalts- und Handelsdefizite stark gewachsen sind.
Segmentpräferenzen bei Schwellenländeranleihen
Anleihen in lokaler Währung bleiben bevorzugt für 2026. Hohe Realzinsen und günstige Dynamik bieten Puffer gegen erhöhte Inflationserwartungen. Lokale Märkte in Brasilien, Kolumbien, Südafrika und Ungarn könnten innerhalb 12 Monaten Renditen über 10 % erzielen.
Hartwährungsanleihen mit High-Yield bleiben durchweg attraktiv mit stabilen Kreditkennzahlen, insbesondere Anleihen aus ölproduzierenden Ländern wie Nigeria, Angola, Ecuador und Venezuela.
Zusammenfassung und Ausblick
Eine sektorale Scorecard bietet detaillierte Einblicke zu Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen, lokalen Anleihen und Währungen. Vorsicht bleibt bei der Zinsduration geboten angesichts möglicher Renditeanstiege in Industrieländern.
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