Geldmengenwachstum und Konjunkturzyklen
Die aktuelle Analyse weist darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft in einer Schwächephase befindet. Ein mögliches Rezessionsrisiko besteht infolge eines Dritten Golfkriegs, wobei die Entwicklung der realen Geldmenge als entscheidender Faktor gilt.
Zyklische Entwicklungen in der Wirtschaft
Die Konjunkturzyklen bei Immobilien (Kuznets), Unternehmensinvestitionen (Juglar) und Lagerbeständen (Kitchin) dauern im Durchschnitt 18, 9 und 3,5 Jahre. Die letzten Tiefpunkte wurden in den Jahren 2009, 2020 und 2023 erreicht, womit sich daraus weitere Tiefpunkte um 2027 und 2029 ergeben. Alle drei Zyklen durchlaufen voraussichtlich in den kommenden 1 bis 3 Jahren eine Abwärtsphase.
Historisch gesehen gibt es zwei Szenarien: Fällt die Abschwungphase der drei Zyklen zusammen, ist eine tiefe Rezession wahrscheinlich, vergleichbar mit den Konjunktureinbrüchen von 1974–75 und 2008–09. Verteilen sich die Tiefpunkte hingegen, erwartet man eine längere Phase schwacher Konjunktur mit milderer Rezession, ähnlich der frühen 1990er Jahre oder der Nachkriegszeit in den 1950er Jahren.
Auswirkungen externer Schocks
Die Folgen von Schocks wie dem Corona-Einbruch 2020 oder dem Energieschock 2022 hängen stark von der Zyklussituation ab. Die wirtschaftliche Erholung wurde durch günstige Phasen bei Lagerbeständen und Investitionen begünstigt, während der Immobilienmarkt ebenfalls aufwärtsgerichtet war.
Der aktuelle Schock durch den Dritten Golfkrieg ähnelt dem arabischen Ölembargo von 1973, fiel jedoch in ein anderes geldpolitisches Umfeld. Während damals zweistelliges Geldmengenwachstum die Inflation anheizte, ist das Wachstum heute moderat, und der Ölpreisanstieg ist geringer bei geringerem Ölanteil am BIP. Dennoch sorgt die Inflation für eine markante Straffung der Geldpolitik und Verknappung der Realgeldmenge.
Geldmengenwachstum und Inflation
Vor dem aktuellen Schock war das reale Geldmengenwachstum weltweit und in den G7-Ländern stabil, was auf wirtschaftliches Wachstum bis zum dritten Quartal 2026 hindeutete. Steigende Energie- und sonstige Kosten führen allerdings bis Mitte des Jahres zu einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums der realen Geldmenge.
Das moderate Geldmengenwachstum spricht gegen signifikante Zweitrundeneffekte bei der Inflation. Gleichzeitig kündigen Zentralbanken weitere geldpolitische Straffungen an, die die monetäre Schwäche verstärken könnten.
Risiken und geldpolitische Entwicklungen
Ein zusätzliches Risiko besteht in einer strengeren Geldpolitik infolge der Kreditvergabeprobleme im privaten Sektor, die die Kreditverfügbarkeit einschränken könnten. Indikatoren dazu werden von Umfragen der EZB und der US-Notenbank erwartet.
Länderspezifische Beobachtungen
Die reale Geldmenge der USA hat sich vor dem Schock im Jahresvergleich verbessert, während die geldpolitische Straffung in Japan weiterhin die Schwäche des Yen untermauert. Die Kerninflationsrate in Japan liegt unter 2 %, teilweise durch staatliche Subventionen beeinflusst.
Die Eurozone und Großbritannien zeigen eine Stagnation des Realgeldwachstums auf niedrigem Niveau, was auf schwache Aussichten vor dem Schock deutet. China weist eine verlangsamte, aber stabilere Entwicklung auf, gestützt durch stabile Zinssätze, staatliche Maßnahmen zur Preisstabilisierung und eine starke Zahlungsbilanzposition.
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