Vontobel: Inflationsgefahr kehrt zurück – diesmal andere Treiber als 2022

Edition AIVontobel: Inflationsgefahr kehrt zurück – diesmal andere Treiber als 2022

Rückkehr der Inflationsgefahr mit veränderten Ursachen

Die Inflationsängste haben sich 2026 verstärkt, wobei die aktuellen Treiber andere als im Jahr 2022 sind. Während damals eine nachfragegetriebene Inflation vorherrschte, sind es heute vor allem angebotsseitige Störungen, die die Preisentwicklung beeinflussen.

Ursachen der Inflationswelle 2022–2023

Die Inflationswelle der Jahre 2022 und 2023 resultierte primär aus steigender Nachfrage. Während der Lockdowns aufgebauter Konsumdruck zusammen mit fiskalischen Maßnahmen, insbesondere in den USA, trieb die Ausgaben an. Die extrem niedrigen Zinssätze führten zu steigenden Vermögenspreisen, und ein angespannter Arbeitsmarkt beförderte reales Lohnwachstum.

Zusätzlich verschärften angebotsseitige Probleme wie Lieferkettenengpässe, der Energieschock nach dem russischen Angriffskrieg sowie Chinas Null-Covid-Politik die Situation. Zentralbanken reagierten zu spät, sodass eine restriktive Geldpolitik erst mit Verzögerung griff.

Aktuelle Inflationssituation 2026

Im Jahr 2026 sind die nachfragegetriebenen Inflationstreiber abgeklungen. Die Inflation resultiert vor allem aus Angebotsengpässen, insbesondere aufgrund der Blockade der Straße von Hormus, was die Energiepreise steigen lässt und Auswirkungen auf Transport-, Produktions- und Lebensmittelkosten hat.

Zudem sind die Wachstumsaussichten insgesamt gedämpft, mit einem weniger dynamischen Arbeitsmarkt, reduzierten fiskalischen Spielräumen und einer tendenziell neutralen bis restriktiven Geldpolitik in den wichtigsten Volkswirtschaften.

Volatilität und geopolitische Risiken

Die Marktvolatilität bleibt hoch, geprägt von Unsicherheit über die Dauer der Schließung der Straße von Hormus und möglichen geopolitischen Eskalationen. Frühere Muster mit schnellen Erholungen risikobehafteter Anlagen sind aufgrund der komplexeren Lage weniger wahrscheinlich.

Länger andauernde Konflikte erhöhen das Risiko von nachhaltigen wirtschaftlichen Schäden, darunter verzögerte Energieinvestitionen, gestörte Lieferketten und steigende Kosten, was das Unternehmensvertrauen beeinträchtigen kann.

Auswirkungen auf Geldpolitik und Anlagestrategien

Die Zentralbanken verfolgen inzwischen eine offensivere Haltung, um Inflationsrisiken zu kontrollieren. Dies wirkt sich auf Anleiherenditen aus, die derzeit Zinserhöhungen widerspiegeln.

Investoren in Anleihen sehen die Situation als herausfordernd, da Kreditspreads zwar robust erscheinen, aber Vorsicht ratsam ist. Eine Reduktion von Risiken wird empfohlen, da restriktive Finanzbedingungen Wachstum und Konsum dämpfen könnten.


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