Rekordhohe Goldpreise verändern die globale Nachfrage im ersten Quartal 2026

Edition AIRekordhohe Goldpreise verändern die globale Nachfrage im ersten Quartal 2026

Goldnachfrage erreicht 1.231 Tonnen im ersten Quartal 2026

Der Bericht des World Gold Council für das erste Quartal 2026 zeigt, dass die gesamte Goldnachfrage inklusive OTC-Transaktionen um 2 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.231 Tonnen anstieg. Der Wert der Nachfrage erreichte mit 193 Milliarden US-Dollar ein Rekordniveau, was eine Steigerung von 74 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Starke Nachfrage von Privatanlegern und asiatischen Märkten

Getrieben durch die Preisentwicklung und die sichere Anlagefunktion von Gold verzeichnete die Nachfrage nach Barren und Münzen ein Wachstum von 42 % auf 474 Tonnen. Besonders China verzeichnete mit 207 Tonnen, ein Plus von 67 % gegenüber dem Vorjahr, einen historischen Quartalsrekord. Auch Indien, Südkorea und Japan erhöhten ihre Käufe spürbar. Zuwächse in den USA (+14 %) und Europa (+50 %) unterstützten den Trend.

Physisch hinterlegte Gold-ETFs und Zentralbanken

Die Bestände physisch hinterlegter Gold-ETFs wuchsen im Quartal um 62 Tonnen, getrieben von asiatischen Fonds mit einem Zuwachs von 84 Tonnen. Im März kam es allerdings zu Abflüssen aus vorwiegend US-amerikanischen Fonds. Zentralbanken stockten ihre Reserven um 244 Tonnen auf, womit die Käufe das Vorquartal und den Fünfjahresdurchschnitt übertrafen. Verkäufe einzelner Institutionen im öffentlichen Sektor konnten diesen Trend nicht bremsen.

Rückgang der Schmucknachfrage bei wertmäßigem Wachstum

Die Schmucknachfrage fiel mengenmäßig um 23 % auf 300 Tonnen, besonders in China (-32 %), Indien (-19 %) und dem Nahen Osten (-23 %). Trotz der rückläufigen Mengen stieg der Wert der Schmucknachfrage, was auf eine anhaltende Zahlungsbereitschaft bei hohen Preisen hinweist. Marktanalysen deuten darauf hin, dass ein Teil der Schmucknachfrage in die bevorzugte Nachfrage nach Barren und Münzen übergeht.

Angebot und Produktionsentwicklung

Das Gesamtangebot an Gold stieg um 2 % auf 1.231 Tonnen. Die Minenproduktion setzte mit einem neuen Rekord im ersten Quartal ihren Aufwärtstrend fort, während das Recycling moderate Zuwächse von 5 % verzeichnete. Insgesamt deuten diese Entwicklungen auf eine verhaltene Angebotsreaktion und eine Verknappung im Markt hin.

Marktausblick und geopolitische Einflüsse

Die Goldpreise zeigten im Januar hohe Volatilität mit einem Hoch von über 5.400 US-Dollar pro Unze, gefolgt von einer moderaten Korrektur. Geopolitische Risiken und Preisdynamik befeuerten die Investmentnachfrage, besonders in Asien. Die Zentralbankkäufe kompensierten taktische Verkäufe im Markt. Langfristig könnte die hohe Zinslage in westlichen Märkten die Nachfrage bremsen, während die Schmucknachfrage wertmäßig stabil bleiben dürfte. Auf Angebotsseite wird ein moderates Wachstum der Minenproduktion erwartet, wobei Energieengpässe die Aussichten beeinträchtigen könnten.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags kann KI unterstützend eingesetzt worden sein. EN: AI may have been used to support the creation of this post.