Janus Henderson Investors: Richtige Balance in Fixed Income trotz geopolitischer Unsicherheiten

Edition AIJanus Henderson Investors: Richtige Balance in Fixed Income trotz geopolitischer Unsicherheiten

Reaktion der Fixed-Income-Märkte auf geopolitische Spannungen

Die Fixed-Income-Märkte haben seit Beginn des Iran-Kriegs unterschiedliche Phasen durchlaufen: Ausgangspunkt waren Inflationssorgen wegen stark gestiegener Öl- und Gaspreise. Im weiteren Verlauf rückte die Besorgnis über verschärfte finanzielle Rahmenbedingungen und deren mögliche dämpfende Wirkung auf das Wirtschaftswachstum in den Vordergrund. Diese Veränderungen zeigten sich in einem Anstieg der Zinserwartungen sowie einer moderaten Ausweitung der Credit Spreads.

Zinspolitik und Inflationsdynamik

In kurzer Zeit haben sich Markterwartungen bezüglich der Leitzinspolitik deutlich verändert. In den USA, Großbritannien und der Eurozone wurde der Kurs von Zinssenkungen auf Zinserhöhungen gedreht. Dennoch ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, ob alle eingepreisten Zinsschritte tatsächlich erfolgen werden.

Die Inflation fällt zwar höher aus als ursprünglich erwartet, jedoch unterscheiden sich die Rahmenbedingungen gegenüber 2022 erheblich. Insbesondere ist der Arbeitsmarkt in den USA und in der Eurozone fragiler, bei stabilen Lohn- und Inflationserwartungen.

Lohnwachstum in der Eurozone und den USA

Das Lohnwachstum in den USA lag traditionell über dem der Eurozone, stieg bis 2022 auf ein Höchstniveau und wird bis 2026 auf etwa 4% prognostiziert. In der Eurozone wurde ein ähnlicher Höhepunkt erst in 2024 erwartet, mit anschließendem Rückgang auf etwa 2,5%.

Marktrend: steigende Renditen und finanzielle Rahmenbedingungen

Die angehobenen Zinserwartungen führten weltweit zu steigenden Anleiherenditen. In den USA verschärfen sich dadurch die finanziellen Bedingungen; die Fed könnte dennoch eine Zinserhöhung trotz temporärer Inflationsanstiege zurückhalten, um das Wirtschaftswachstum zu stützen.

Für die Europäische Zentralbank ist das Risiko zusätzlicher Zinserhöhungen höher, was sich in steigenden Renditen bei Staatsanleihen widerspiegelt. Seit Kriegsbeginn stiegen die Renditen dreijähriger italienischer und deutscher Staatsanleihen um circa 0,6 %.

Entwicklung der italienischen Staatsanleihen

Der Renditeabstand italienischer zu deutscher Staatsanleihen hat sich moderat von 0,23 % auf 0,32 % erhöht. Die Verbesserung der italienischen Haushaltsdisziplin reduzierte das Staatsdefizit deutlich von über 7 % des BIP 2023 auf rund 3,1 % 2025, nahe dem Eurozonen-Ziel.

Kreditmärkte und Credit Spreads

Seit Kriegsbeginn zeigen sich leichte Ausweitungen der Credit Spreads bei Unternehmensanleihen und Credit Default Swaps (CDS), jedoch geordnet. Beispielsweise dehnten sich BBB-rated Euro-Investment-Grade-Anleihen um 5 Basispunkte aus, High-Yield-Anleihen mit BB-B-Rating um 24 Basispunkte.

Zur Vorsicht vor größeren Risiken führt ein Umfeld mit gewissen vorherigen Belastungen wie KI-bezogenen Verdrängungseffekten, Unsicherheiten bei Private Credit und Zollvolatilitäten.

Auswirkungen hoher Ölpreise auf Wirtschaftswachstum und Sektoren

Hohe Ölpreise erhöhen Unternehmenskosten und reduzieren reale Einkommen, was das Wachstum potenziell bremst. Die Anfälligkeit der Volkswirtschaften gegenüber Ölpreisschocks ist jedoch geringer als in früheren Jahrzehnten. Ein 10%iger Ölpreisanstieg senkt das US-Wachstum um circa 0,05%, die Eurozone stärker mit etwa 0,1%.

Da Ölpreise seit dem Kriegsbeginn um 50–60% stiegen, hat die Bank of America ihre globale Wachstumsprognose für 2026 von 3,5% auf 3,1% gesenkt. Dennoch ist moderates Gewinnwachstum weiterhin möglich.

Es wird eine Umverteilung der Cashflows zwischen Sektoren erwartet: Energiesektoren profitieren, während ölintensive oder diskretionär geprägte Sektoren belastet werden könnten. Versorgungsunterbrechungen, beispielsweise durch Schiffsverkehrsrückgang in der Straße von Hormus, wirken sich längerfristig negativ auf Chemie, Kunststoffe und Düngemittel aus. Allerdings sind heutige europäische Gaspreise deutlich niedriger als im Krisenjahr 2022.

Ausblick für Einkommensorientierte Anleger

Die Bewertung von Credit Default Swaps ist gegenwärtig eher durch technische und makroökonomische Faktoren begünstigt als durch spezifische Unternehmensrisiken. Dies eröffnet eine Gelegenheit für aktives Management zur Selektion fundamentaler attraktiver Titel und Vermeidung von Risiken. Die Kombination aus steigenden Renditen kurzfristiger Anleihen und neuerlicher Spread-Ausweitung verbessert das Einkommensprofil im Vergleich zum Februar 2026.

Es wird nicht erwartet, dass alle eingepreisten Zinserhöhungen tatsächlich umgesetzt werden, was Anlegern derzeit potenzielle Vorteile durch höhere Renditen bietet.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags kann KI unterstützend eingesetzt worden sein. EN: AI may have been used to support the creation of this post.