Pico Space Pro: Was das neue XR-Headset für Unternehmen bedeutet

NewsPico Space Pro: Was das neue XR-Headset für Unternehmen bedeutet

Pico, die XR-Tochter von ByteDance, bereitet mit dem Space Pro ein hochauflösendes Mixed-Reality-Headset für den Marktstart vor. Zulassungsunterlagen aus Japan zeigen das Gerät inzwischen im Detail. Für Unternehmen kommt es in einem Moment, in dem Meta sich aus dem Geschäftskundenmarkt zurückzieht.

Was über das Gerät bekannt ist

Pico hat das Headset im März unter dem Namen „Project Swan“ vorgestellt. Nach Herstellerangaben erreichen die Micro-OLED-Displays knapp 4.000 Pixel pro Zoll. Pico begründet das ausdrücklich mit Text, der für professionelle Arbeit scharf genug sein soll. Das neue Betriebssystem Pico OS 6 erlaubt mehrere Anwendungsfenster nebeneinander und die Bedienung mit Tastatur und Maus.

Im August kündigte Pico über seinen Bilibili-Kanal den Namen Space Pro und eine Vorstellung am 2. September an. Wenige Tage später sagte das Unternehmen den Termin ab. Den Marktstart plant Pico nun für das vierte Quartal, als Grund nannte es eine größere Überarbeitung der Software. Preis, Gewicht und Akkulaufzeit sind weiterhin offen (Stand: 18. Oktober 2026).

Die Unterlagen der US-Behörde FCC führen das Gerät unter der Modellnummer B3110 mit einer per Kabel verbundenen Recheneinheit. Dieselbe Modellnummer steht in der japanischen Funkzulassung 202-JWM032, die Außen- und Innenaufnahmen enthält.

Warum der Zeitpunkt für Unternehmen zählt

Meta hat im Januar angekündigt, Geschäftskunden-Versionen der Quest ab dem 20. Februar 2026 nicht mehr zu verkaufen. Das gilt auch für die Verwaltungsplattform Horizon Managed Services. Bestehende Kunden erhalten Support bis zum 4. Januar 2030. Wer XR-Headsets für Schulungen, Besprechungen oder Veranstaltungen einsetzt, muss damit mittelfristig neu planen.

Der Gesamtmarkt gibt dafür wenig Rückenwind. Laut Omdia sanken die weltweiten Auslieferungen von XR-Headsets und XR-Brillen im ersten Halbjahr 2026 um 38,7 Prozent. Leichte Brillen gewinnen Anteile, klassische Headsets verlieren. Ein Gerät der Oberklasse muss sich in diesem Umfeld über konkreten Nutzen im Arbeitsalltag rechtfertigen.

Was Entscheider jetzt prüfen sollten

Ob der Space Pro die Kommunikation in Unternehmen verbessert, lässt sich vor dem Marktstart nicht belegen. Die bekannten Eckdaten zielen auf Arbeit mit Dokumenten, Bildschirmen und virtuellen Räumen. Damit wäre das Gerät nach unserer Einschätzung ein Kandidat für immersive Besprechungen, die mehr leisten als eine Videokonferenz. Entscheidend sind jedoch Tragekomfort über mehrere Stunden, Preis und die Verwaltung größerer Gerätezahlen.

Hinzu kommt die Herkunft. Als Tochter von ByteDance dürfte Pico in vielen Finanzhäusern eine gründliche Prüfung durch IT-Sicherheit und Datenschutz durchlaufen. Das ist eine Einschätzung, keine dokumentierte Vorgabe. Sie betrifft aber gerade regulierte Häuser im DACH-Raum.

Aufschluss geben die offizielle Vorstellung und die ersten unabhängigen Tests. Dann zeigt sich, ob Pico eine tragfähige Option für Unternehmen bietet, die nach Metas Rückzug eine Plattform für die nächsten Jahre suchen.

* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.