Wie Investoren mit permanenter Volatilität umgehen

Edition AIWie Investoren mit permanenter Volatilität umgehen

Erwartete Marktvolatilität aufgrund geopolitischer Risiken

Laut der aktuellen Global Investor Insights Survey von Schroders rechnen 85 % der weltweit befragten Investoren mit erhöhter Volatilität in den kommenden 12 Monaten. Die größten geopolitischen Risiken sind Konflikte im Nahen Osten, Unsicherheit in der US-Außenpolitik und globale Führung sowie Bedrohungen für die Energiesicherheit. Rohstoff- und Energiepreisschocks werden als das wahrscheinlichste Risiko für Portfolios angesehen.

Strategische Anpassungen der Investoren

Investoren reagieren sowohl defensiv als auch opportunistisch. 49 % wollen gezielt nach Kaufgelegenheiten suchen, 47 % planen eine höhere geografische Diversifikation außerhalb der USA, und 40 % bevorzugen defensive, bargeldähnliche Vermögenswerte. Die wichtigsten Anlageklassen für Portfoliovorteile sind globale Aktien, Small- oder Mid-Cap-Aktien und reale Vermögenswerte wie Immobilien oder Infrastruktur.

Portfolioziele im Fokus

Die wichtigsten Ziele sind Diversifikation (84 %), Absicherung gegen Kursverluste sowie Kapitalerhaltung (83 %) und danach Kapitalwachstum (61 %).

Verstärkter Trend zu aktivem Management

Fast ein Drittel der Investoren plant eine Verlagerung von passiver auf aktive Verwaltung. 85 % sind zuversichtlich, dass aktives Management helfen wird, Ziele zu erreichen. Aktive Ansätze gelten als vorteilhaft, um Risiken zu managen und sich dynamisch an Marktveränderungen anzupassen.

Begrenzung von Konzentrationsrisiken

Aktives Management wird auch wegen seiner Fähigkeit geschätzt, Konzentrationsrisiken an Aktienmärkten zu mindern. Die hohe Gewichtung einzelner Unternehmen, etwa im MSCI World Index und S&P500, hat in den letzten Jahren zugenommen, teilweise getrieben durch Nachfrage nach KI-Exposition.

Künstliche Intelligenz als Faktor in der Anlagestrategie

KI gilt als zweitwichtigstes Risiko in Bezug auf die Einflussnahme auf Portfolios. Investoren erwarten überwiegend positive Auswirkungen von KI auf Innovation und Wirtschaftswachstum, sind aber skeptisch bezüglich möglicher Disruptionen auf Arbeitsmärkte. Die Meinungen zu den Auswirkungen auf die Inflation sind gemischt, mit Bedenken hinsichtlich des Energiebedarfs durch KI.

Über die Umfrage

Die Erhebung erfolgte von April bis Mai 2026 durch CoreData Research mit 1.025 institutionellen Investoren und Wealth Management Gatekeepern aus verschiedenen Regionen. Die Umfrage umfasst breit gefächerte Institutionen sowie 43 deutsche Teilnehmer.


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