Wirtschaftlicher Rahmen 2026 und Finanzierung
Die globale Wirtschaft bleibt 2026 fragil, verschärft durch den Krieg im Nahen Osten, der Unsicherheiten bezüglich Zinsentwicklungen und Marktauswirkungen erzeugt. Die deutsche Bundesregierung prognostiziert ein moderates Wirtschaftswachstum von etwa 1,0 Prozent, ohne klaren Aufschwung. Investitionen werden vorwiegend von staatlichen Maßnahmen sowie privaten Konsum getragen, während private Investitionen und Exportimpulse schwach bleiben.
Für die Immobilienbranche bedeutet dies eine verbesserte Planbarkeit, aber keinen eigenständigen Nachfrageimpuls. Investitionsentscheidungen in Wohn- und Büroimmobilien bleiben selektiv und hängen von Finanzierungsbedingungen, Investitionsaufwand und regulatorischer Klarheit ab. Die Entwicklung der Zinssätze spielt dabei eine Schlüsselrolle, wobei stabile und verlässliche Rahmenbedingungen wichtiger sind als niedrige Zinssätze.
Die Europäische Zentralbank hat mit einer stabilen Einlagefazilität von 2,0 Prozent einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor beseitigt; jedoch bleibt die Reaktion auf die Entwicklungen im Nahen Osten abzuwarten. Investoren bevorzugen Standorte mit planbaren Cashflows, überschaubarem Investitionsbedarf und klaren Exit-Strategien, während Objekte mit hohem Aufwand und unsicherer Anschlussverwendung unter Druck geraten. Dies führt zu höheren Renditeerwartungen und Risikozuschlägen durch Banken, was die Marktwerte drückt. Die Kreditvergabe bleibt zurückhaltend, gewinnt aber an Dynamik durch differenzierte Projektprüfungen und den verstärkten Einsatz alternativer Finanzierungsquellen wie Debt Funds.
Eine wichtige Herausforderung ist die bevorstehende Refinanzierungswelle bestehender Kredite aus der Niedrigzinsphase, die zu höheren Zinsen und strengeren Bedingungen führt. Eigentümer stehen vor Entscheidungen zu Kapitalzuführungen, Repositionierungen oder Veräußerungen, was punktuelle Marktbewegungen auslöst.
Entwicklungen im Wohn- und Bürosektor
Der Wohnungsmarkt zeigt sich 2026 weiterhin stabil aufgrund strukturell bedingter Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot. Neubautätigkeiten sind durch hohe Baukosten, komplexe regulatorische Anforderungen und unklare Förderung begrenzt. Alternative Wohnformen wie Serviced Apartments, Long-Stay-Living und studentisches Wohnen gewinnen an Bedeutung, da sie zusätzlichen Wohnraum schaffen und flexibler realisierbar sind. Die Finanzierung fokussiert sich auf Projekte in hoch nachgefragten Lagen mit überschaubarem Sanierungsbedarf und gesicherter Förderlage.
Bestände mit erheblichem energetischem Nachholbedarf stellen ein Risiko für Finanzierbarkeit und Wertentwicklung dar. Der Wohnungsmarkt unterliegt somit weniger konjunkturellen Schwankungen, sondern verstärkt politischen und regulatorischen Einflüssen. Das Instrument des Bau-Turbos zielte auf eine Beschleunigung der Verfahren ab, konnte jedoch Baukosten und Förderunsicherheiten nicht kompensieren. Die fehlende Umsetzungskapazität in Kommunen und wirtschaftliche Realitäten begrenzen den Effekt.
Im Bürobereich verschärft sich die Polarisierung. Hochwertige Büros in zentralen Lagen mit moderner Ausstattung, guter Erreichbarkeit und ESG-Konformität bleiben gefragt und finanzierbar. Spitzenmieten können stabil bis leicht steigend sein, bei begrenztem Angebot. Büroobjekte mit funktionalen Mängeln, hohem Investitionsbedarf oder eingeschränkter Drittverwendbarkeit sehen sich steigenden Risikoaufschlägen, zurückhaltender Kreditvergabe und sinkenden Marktwerten gegenüber. Die Finanzierung selektiert daher stark nach überzeugender Standort- und Nutzungsperspektive.
Aktuelle Aktivitäten der ABG Real Estate Group
Die ABG Real Estate Group hat ihr Portfolio im Wohnbereich erweitert und baut parallel ihr Assetmanagement für institutionelle Investoren aus. Jüngst erhielt das Unternehmen Mandate für ein Portfolio mit vier prominenten Immobilien in Frankfurt und Berlin, das von mehreren institutionellen Investoren gemeinsam gehalten wird. Zudem betreut die ABG das Assetmanagement für das denkmalgeschützte Hotel “Taschenbergpalais” in Dresden.
Das Büroprojekt “Central Parx” in Frankfurt wird planmäßig revitalisiert und ist bereits nahezu vollständig vermietet. Im Frankfurter Zentrum ist zudem die umfassende Erneuerung des “Palais Rossmarkt” vorgesehen, mit Baubeginn Anfang 2027 und dem Joint-Venture-Partner HanseMerkur Grundvermögen AG.
Im Wohnsegment befinden sich die “Mariengärten” in München in der Vorbereitung zur Umsetzung ab 2027 mit über 500 Wohneinheiten. Parallel entwickelt die ABG im Joint Venture mit Values das “Quartier Helene” im Münchner Europark mit einem gemischten Nutzungskonzept für bis zu 1.000 Wohneinheiten, Gewerbeflächen und ergänzende Funktionen, basierend auf einem aktuell laufenden Bebauungsplanverfahren.
Über die ABG Real Estate Group
Gegründet 1967 in München, deckt die ABG Real Estate Group mit Development, Investment- und Assetmanagement den gesamten Immobilienzyklus ab. Das Unternehmen ist bundesweit mit Büros in Hamburg, Frankfurt, Berlin, Köln und München präsent und betreut mit über 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gewerbe- und Wohnimmobilien sowie Stadtquartiere. Das Volumen der Assets under Management beträgt rund 4 Milliarden Euro.
Zu den Referenzen zählen namhafte Immobilien wie das Stadtquartier “Living Isar” in München, das “Deutschlandhaus” in Hamburg und das “VoltAir” in Berlin. Aktuelle Projekte umfassen die “Mariengärten” und das “Quartier Helene” in München, das Gebäudeensemble “Central Parx” und das “Palais Rossmarkt” in Frankfurt sowie das “Yorcks” in Düsseldorf.
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