Ausbau der grünen Wasserstoffplattform in Lubmin
Der Energy-Transition-Fonds KGAL ESPF 6 und die PtX Development GmbH stärken ihre Zusammenarbeit mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am Lhyfe-Wasserstoffprojekt in Lubmin, Mecklenburg-Vorpommern. Die erweiterte Produktionskapazität soll bis zu 1.700 Megawatt erreichen, was das Vorhaben zum potenziell größten Wasserstoffprojekt in Deutschland mit einer Jahresproduktion von bis zu 160.000 Tonnen macht.
Strategische Standortvorteile in Lubmin
Lubmin bietet neben gesicherten Grundstücksflächen und bestätigtem Netzanschluss eine hervorragende Lage nahe der „Flow“-Pipeline von GASCADE. Diese Pipeline wurde für den Wasserstofftransport angepasst und verbindet Lubmin bereits mit Sachsen-Anhalt. Sie ist ein wichtiges Element des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.
Der Standort ermöglicht direkte Verbindungen zwischen großflächiger erneuerbarer Stromerzeugung, Transportinfrastruktur und bedeutenden Industrieclustern mit hoher Wasserstoffnachfrage. Nach Fertigstellung wird das Wasserstoff-Kernnetz Lubmin mit relevanten Industriegebieten verknüpfen und eine verlässliche Basis für langfristige Abnahmeverträge schaffen.
Nächste Entwicklungsphase des Projekts
Nach dem Erwerb führen KGAL ESPF 6 und PtX Development das Projekt zusammen mit Lhyfe in die nächste Phase. Der Fokus liegt auf technischer und kommerzieller Entwicklung, dem Dialog mit potenziellen Abnehmern sowie der Vorbereitung der Projektrealisierung. Lhyfe hält eine Minderheitsbeteiligung und leistet weiterhin fachliche Beiträge zur Skalierung des grünen Wasserstoffprojekts.
Die Partnerschaft kombiniert die Erfahrung von KGAL als Infrastruktur- und Energieinvestor mit der Expertise von PtX Development bei Wasserstoff- und Power-to-X-Projekten. Gemeinsam soll das Lubmin-Projekt zu einem Vorreiter für die grüne Wasserstoffwende in Deutschland etabliert werden.
Projektstandort und Infrastruktur
Das Wasserstoffvorhaben nutzt Flächen eines ehemaligen Kernkraftwerks an der Ostseeküste. Der Standort ist mit Zugang zu Offshore-Windenergiequellen, einem Anschluss an das Höchstspannungsnetz und direkten Anbindungen an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz ausgestattet. Die Endausbaustufe sieht eine Elektrolysekapazität im Gigawattbereich vor, um Industriekunden deutschlandweit mit grünem Wasserstoff zu versorgen.
Unterstützung und Beratung
KGAL wurde bei der Transaktion von JLL im Commercial Bereich, Houthoff im Rechts- und Steuerbereich sowie Drees & Sommer Netherlands in technischen Fragen beraten.
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