Schroders analysiert Wertschöpfung der KI-Investitionen im Billionen-Dollar-Bereich

AISchroders analysiert Wertschöpfung der KI-Investitionen im Billionen-Dollar-Bereich

Hohe Investitionen in KI-Infrastruktur

Die Investitionen in KI-Infrastruktur zählen zu den größten privaten Programmen der jüngeren Geschichte. Für das Jahr 2026 werden Ausgaben von rund einer Billion US-Dollar geschätzt, die Rechenzentren, Chips, Netzwerktechnik, Grundstücke, Gebäude und Energieversorgungen umfassen. Prognosen von Zulieferern wie Nvidia erwarten bis 2030 jährliche Ausgaben von 3 bis 4 Billionen US-Dollar.

Der Wertschöpfungspfad der KI-Ausgaben

Die Kapitalaufwendungen (Capex) für KI verzahnen sich in einer dreistufigen Wertschöpfungskette: Rechenzentrumsbetreiber erzielen Infrastrukturumsätze, Software- und Modellunternehmen schlagen darauf auf, und der Endkunde muss ausreichenden Nutzen erwirtschaften, um die Gesamtkosten zu rechtfertigen. Drei zentrale Annahmen sind dabei: Eine operative Marge von 30 % und Kapitalrendite von 15 % bei Rechenzentren, ein 1,5-facher Aufschlag durch die Softwareebene sowie eine 15% Renditeforderung der Kunden auf sämtliche Einführungskosten.

Dies führt zur Faustregel: Für jede investierte Billion US-Dollar Capex sind rund 1,2 Billionen US-Dollar an Kundenwert pro Jahr notwendig.

Langfristige Betrachtung der Investitionsrendite

Auf Basis der Lebensdauer der Anlagen und Abschreibungen resultiert ein Verhältnis von etwa 6 US-Dollar Kundenwert für jeden investierten Dollar über die gesamte Nutzungsdauer. Bei einem Capex-Wachstum von jährlich 30 % bis 2030, ergeben sich kumulierte Investitionen von etwa 9 Billionen US-Dollar. Ende 2030 muss der Bestand dann jährlich etwa 5,4 Billionen US-Dollar Kundenwert generieren, was circa 20 % des heutigen weltweiten operativen Gewinns und etwa 4,5 % des globalen BIP entspricht.

Potenzielle Wege zur Wertschöpfung

Drei Pfade können die erforderliche Wertschöpfung ermöglichen: Kostensubstitution bestehender Arbeits- und Prozesskosten, Umsatzbeschleunigung durch höheres Unternehmenswachstum sowie neue, heute noch unbekannte Wertschöpfungspools. Aktuell adressierbare Tätigkeiten summieren sich auf über 26 Billionen US-Dollar, wobei der realistische Wertbeitrag generativer KI auf 2,2 bis 3,7 Billionen US-Dollar pro Jahr geschätzt wird. Dies deckt etwa die Hälfte der geforderten Wertschöpfung.

Verzögerungen zwischen Investition und Ertrag

Die Zeitspanne von Investitionen bis zum realisierten Kundennutzen beträgt häufig mehrere Jahre. Aufbau und Inbetriebnahme von Rechenzentren dauern bis zu zwei Jahre, während tiefgreifende Einführungen und Integration in Unternehmensprozesse weitere Verzögerungen verursachen. Das führt dazu, dass Ausgaben oft lange unbegründet erscheinen, bevor sich der erwartete Wert manifestiert.

Wachstumsanforderungen und Herausforderungen

Zurzeit geben Kunden etwa 300 Milliarden US-Dollar jährlich für KI-Dienste aus. Um die Investitionshürden zu erfüllen, müsste dieser Wert bis zur Reifephase auf 4,2 Billionen US-Dollar steigen, was einem Wachstum von rund 45 % pro Jahr über sieben Jahre entspricht. Das Zusammenspiel von Wachstumsrate und Kundenwertbeständigkeit ist entscheidend für die Tragfähigkeit des Investitionszyklus.

Schlussfolgerungen für Investoren

Der Erfolg der KI-Investitionen hängt nicht nur vom generierten Gesamtwert ab, sondern auch davon, wer diesen Wert sichert. Während einige Branchen vom KI-Einsatz profitieren, könnten andere Umsätze verlieren. Das Investitionsergebnis wird durch die Differenzierung entlang der Wertschöpfungskette bestimmt. Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass das Capex-Wachstum mittelfristig abflacht, Kapazitäten planmäßig zur Verfügung stehen und der erzeugte Kundenwert rechtzeitig eintrifft.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt.EN: AI was used to assist in the creation of this post.