Veränderte Anforderungen an Immobilienstandorte
Ein neues Diskussionspapier von BNP Paribas Asset Management Alts, KPMG, ULI Deutschland und der TU München analysiert die sich wandelnden Anforderungen an die Standortqualität von Immobilien. Während klassische Lagekriterien weiterhin relevant bleiben, gewinnen Aspekte wie Nutzungsmischung, Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und Transformationsfähigkeit zunehmend an Bedeutung.
Flight-to-Centrality-Effekt bei Büroimmobilien
Die Analyse zeigt, dass zentrale Bürolagen seit der Zinswende robuster bewertet werden als Stadtrandlagen. Vor der Zinswende gab es zwischen Innenstadt und Stadtrand ähnliche Transaktionspreise, danach sank der Wert von Stadtrandlagen in deutschen A-Städten im Vergleich zur Innenstadt. Dies weist auf einen „Flight-to-Centrality-Effekt“ hin, der die Attraktivität zentraler Lagen trotz neuer Arbeitswelten unterstreicht.
Unterschiedliche Anforderungen je nach Nutzungsart
Die Standortentwicklung ist komplexer als eine einfache Gegenüberstellung von Zentrum und Peripherie. Obwohl zentrale Bürolagen profitieren, eröffnen räumliche Flexibilität und veränderte Arbeitsmuster insbesondere im Wohnbereich Chancen für kleinere Städte und das Umland.
Digitale Daten, Scoring-Modelle und KI erweitern die Standortanalyse
Neue datenbasierte Methoden erlauben eine differenziertere Analyse der Standortqualität. Neben klassischen Markt- und Bevölkerungsdaten fließen Mobilitäts-, Frequenz-, Nutzungs- und Umweltdaten in die Bewertung ein. Das von KPMG entwickelte Location Quality Indicator (LOQI) kombiniert diverse Faktoren auf Makro-, Meso- und Mikroebene und macht Standortunterschiede sichtbar, die traditionelle Lagebewertungen nicht erfassen.
Künstliche Intelligenz kann künftig heterogene Datenquellen verknüpfen, Muster erkennen sowie Veränderungen dynamisch bewerten und simulieren. So könnten Auswirkungen von Mobilitätsangeboten, geänderten Nutzungsgewohnheiten oder klimatischem Wandel in laufenden Analysen berücksichtigt werden. Die fachliche Auswahl und Gewichtung der Kriterien bleibt dabei weiterhin entscheidend.
Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure prägt Standortqualität
Standortqualität ist Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels verschiedener Akteure: Kommunen gestalten Infrastruktur, Planungsrecht und öffentlichen Raum, während Eigentümer und Entwickler Gebäude, Nutzungskonzepte und Umfeld gestalten. Dieses Zusammenspiel beeinflusst die langfristige Attraktivität und Zukunftsfähigkeit von Immobilienstandorten.
Das Diskussionspapier vereint Expertenperspektiven aus Investmentmanagement, Beratung, Stadtentwicklung und Wissenschaft, um einen umfassenden Blick auf die Transformation von Immobilienstandorten zu bieten.
DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt.EN: AI was used to assist in the creation of this post.