Oriental Holdings öffnet Bayview-Hotels ab 2028 unter Ascott-Marken

Travel and LeisureOriental Holdings öffnet Bayview-Hotels ab 2028 unter Ascott-Marken

Die drei Bayview-Hotels in Penang und Langkawi sind geschlossen und werden saniert. Ab Anfang 2028 sollen sie schrittweise unter Marken von The Ascott wieder öffnen. Für Hotelinvestoren zeigt der Fall, wie ein Eigentümer Besitz und Betrieb trennt und dafür eine lange Ertragspause in Kauf nimmt.

Kauf aus dem Familienkreis, Betrieb durch Ascott

Der malaysische Mischkonzern Oriental Holdings übernimmt die Häuser von Gesellschaften der Gründerfamilie Loh. Der Gesamtpreis beträgt 411 Millionen Ringgit und schließt das Bürogebäude Wisma Boon Siew in George Town ein. Laut der Bursa-Mitteilung vom 7. November 2025 liegt er rund 4,6 Prozent unter den Gutachterwerten von Knight Frank.

Weil Großaktionäre auf beiden Seiten stehen, gilt der Kauf als Transaktion mit nahestehenden Parteien. Ein unabhängiger Berater begleitete deshalb die Prüfung für die übrigen Aktionäre. Nach Angaben des HVS-Newsletters vom 30. Oktober 2026 ist der Erwerb inzwischen abgeschlossen.

Den Betrieb übernimmt Ascott über Management- und Beratungsverträge, die auf Oriental übergehen. Der Konzern will seine Hotels damit grundsätzlich an externe Betreiber geben. Zwei seiner Häuser in Singapur und Thailand führt Ascott bereits.

Wer die Sanierung trägt und wer verdient

Für die Sanierung der drei Hotels plant Oriental rund 210 Millionen Ringgit ein, finanziert über Kredite. Der größte Teil fließt in das Strandresort Batu Ferringhi, das als Ascott Batu Ferringhi Penang Resort ins gehobene Segment rückt. Das Haus in George Town wird zum Oakwood, das Hotel in Langkawi erhält nur eine kleinere Auffrischung als FOX Hotel.

Die Rollen sind klar verteilt. Oriental trägt Kaufpreis, Umbaukosten und die Zeit ohne Erträge. Ascott erhält Gebühren, die sich laut Unterlage an Umsatz und Bruttobetriebsergebnis orientieren. Das gibt dem Betreiber einen Anreiz, die Häuser zügig und auf Markenstandard zu öffnen.

Laut der Ascott-Mitteilung vom 15. Oktober 2026 umfassen die Häuser zusammen 989 Zimmer. Jede Marke zielt auf eigene Gäste. Das Resort spricht Urlauber und Veranstalter an, das Oakwood Geschäftsreisende, das Haus auf Langkawi Firmen und Behörden.

Worauf Hotelinvestoren achten sollten

Der Zeitplan hat sich bereits verschoben. Die Unterlage von 2025 sah für Langkawi noch eine Öffnung im zweiten Halbjahr 2027 vor. Für die beiden Häuser in Penang galt die erste Jahreshälfte 2028 als Ziel. Ascott nennt nun eine gestaffelte Öffnung ab Anfang 2028, und Oriental weist selbst auf mögliche Änderungen bei Kosten und Terminen hin.

Nach unserer Einschätzung ist das Muster auch für europäische Investoren lehrreich. Ältere Vier-Sterne-Häuser in gefragten Ferienregionen werden mit Kapital des Eigentümers und der Marke eines Betreibers neu positioniert. Der Erfolg hängt daran, ob die höheren Zimmerpreise die Investition und die Schließzeit tragen.

Zu beobachten ist ab 2028 vor allem, welche Raten und Auslastung die Häuser erreichen. Ebenso offen ist, ob Oriental auch das Bayview Hotel in Melaka an einen externen Betreiber übergibt.

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