Private Equity: Abwarten reduziert Vermögenszuwachs laut Modellrechnung erheblich

Edition AIPrivate Equity: Abwarten reduziert Vermögenszuwachs laut Modellrechnung erheblich

Private Equity und das Re-Up-Prinzip

In Private Equity wird häufig zuerst auf die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals gewartet, bevor erneut in Fonds investiert wird. Dies wirkt zunächst risikoarm, führt aber langfristig zu erheblichen Renditenachteilen. Ein Modell von Altaroc vergleicht die ökonomischen Vorteile regelmäßiger Fondszeichnungen nach dem sogenannten Re-Up-Prinzip mit dem Szenario des Abwartens.

Modellrechnung und Kapitalmultiplikator

Die Berechnungen zeigen, dass der Kapitalmultiplikator bei kontinuierlichen jährlichen Fondszeichnungen bei 6,15x liegt. Wartet ein Anleger jedoch mit einer erneuten Investition, bis das Kapital vollständig zurückgezahlt wurde, sinkt der Kapitalmultiplikator auf 3,80x – ein Verlust von über 46 Prozent Vermögenszuwachs. Die Fondsqualität wurde in beiden Fällen als identisch angenommen, sodass der Unterschied durch die zeitweilige Nichtinvestition entsteht.

Erweiterte Szenarien und weitere Wertverluste

Unter Annahme von Fonds im zweiten Performancequartil und einer stärkeren Gewichtung ungünstiger Investitionsjahrgänge reduziert sich der Kapitalmultiplikator weiter auf 2,61x. Dies entspricht einem um 69 Prozent geringeren Vermögenszuwachs im Vergleich zur kontinuierlichen Re-Up-Strategie. Damit wird deutlich, wie stark das Wiederanlageverhalten, Timing und Managerselektion den Erfolg beeinflussen.

Finanzierung neuer Kapitalabrufe durch Ausschüttungen

Das Re-Up-Prinzip setzt Rückflüsse älterer Fondsgenerationen zur Finanzierung neuer Zeichnungen ein. Ab dem siebten Jahr decken Ausschüttungen kontinuierlich die laufenden Kapitalabrufe, was den zusätzlichen Eigenkapitalbedarf deutlich reduziert. Dies setzt allerdings stabile Annahmen zu Ausschüttungen und Kapitalabrufen voraus.

Breitere Diversifikation und Risikominderung

Während abwartende Anleger innerhalb von 20 Jahren etwa vier Fondszeichnungen vornehmen und Zugang zu 40 bis 80 Portfoliounternehmen haben, ermöglicht ein kontinuierliches Re-Up-Programm laut Altaroc eine Streuung über 50 bis 70 Fonds mit mehr als 1.500 Unternehmen. Dies führt zu einer weit breiteren Diversifikation über Fondsmanager und Marktphasen.

Gebührenstruktur und Kapitalnutzung

Die Analysen berücksichtigen auch die Auswirkungen von Gebührenstrukturen. Insbesondere bei klassischen Feeder-Vehikeln können vorab gebildete Gebührenrückstellungen den investierten Anteil der Zusagen reduzieren, was die effektive Kapitalnutzung einschränkt.

Hinweise zur Modellrechnung

Die Ergebnisse basieren auf definierten Annahmen zu Fondsrenditen, Kapitalabrufen, Ausschüttungen und Wiederanlage. Sie stellen keine Prognose realisierbarer Renditen dar, sondern repräsentieren die Sicht eines Institutional-Investmentmanagers mit Fokus auf langfristig diversifizierte Private-Equity-Portfolios.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt.EN: AI was used to assist in the creation of this post.