Starkes erstes Quartal 2026 für Industrie- und Logistikimmobilien in Deutschland
Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt erzielte im ersten Quartal 2026 einen Flächenumsatz von 1,5 Millionen Quadratmetern, was einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieses Anstiegs wurde der Fünfjahresdurchschnitt um 9 Prozent verfehlt, was insbesondere auf überdurchschnittlich hohe Flächenumsätze in den Jahren 2021 und 2022 zurückzuführen ist.
Sechs Großabschlüsse über 50.000 Quadratmeter trugen im Vergleich zu zwei im Vorjahr wesentlich zur positiven Entwicklung bei, wodurch das erste Quartal 2026 das seit 2022 stärkste erste Quartal darstellt.
Asiatische Unternehmen expandieren in Deutschland
Asiatische Unternehmen suchen zunehmend deutschlandweit Produktions- und Logistikflächen, nachdem sie im Vorjahr vornehmlich in Nordrhein-Westfalen aktiv waren. Neue Ansiedlungen erfolgten unter anderem in den Regionen Frankfurt und Stuttgart, wobei die Unternehmen hauptsächlich aus dem E-Commerce- sowie dem Automotive-Sektor stammen.
Top-8-Logistikregionen im Überblick
Die Top-8-Märkte erreichten einen Flächenumsatz von 558.000 Quadratmetern, was 37 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht, leicht unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 40 Prozent. Insgesamt blieb der Umsatz in diesen Regionen mit einem Minus von 1 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau, jedoch 10 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Hamburg erzielte mit 108.100 Quadratmetern den höchsten Flächenumsatz, gefolgt von Köln mit 98.300 Quadratmetern. Köln verzeichnete mit einem Plus von 183 Prozent die stärkste Zunahme durch zwei Großabschlüsse von Logistikdienstleistern und einer nahezu verdoppelten Anzahl an Abschlüssen im Vergleich zum Vorjahr. Leipzig verzeichnete mit 17.600 Quadratmetern den geringsten Umsatz und den stärksten Rückgang von 65 Prozent, maßgeblich aufgrund fehlender Großabschlüsse.
Wichtigste Anmietungen und Nutzerfokus
Die größte Anmietung fand in Hamburg-Stadt-Ost statt, wo ein E-Commerce-Unternehmen rund 50.100 Quadratmeter Logistikfläche anmietete. In Köln wandelte ein asiatischer Logistikdienstleister sein Untermietverhältnis in einen Hauptmietvertrag für eine 35.000 Quadratmeter große Halle um.
Der Fokus der Nutzer lag in den Top-8-Märkten überwiegend auf kleineren Flächensegmenten bis 3.000 Quadratmeter, die 68 Prozent der Abschlüsse und 21 Prozent des Flächenumsatzes ausmachten – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Nachfrage verteile sich fast gleichmäßig auf die Branchen Logistikdienstleister und produzierendes Gewerbe mit jeweils 28 Prozent Anteil am Umsatz, gefolgt von Handelsunternehmen mit 27 Prozent.
Mietpreisentwicklung in den Top-8-Logistikstandorten
Sieben der Top-8-Standorte verzeichneten Spitzenmieten über 8,00 Euro pro Quadratmeter. Die Spitzen- und Durchschnittsmieten stiegen durchschnittlich um 4 Prozent. Frankfurt wies mit 7 Prozent das höchste Wachstum bei der Spitzenmiete auf, bedingt durch einen engen Markt und hohe Angebotsmieten. In Leipzig und Hamburg blieben die Spitzenmieten stabil. In Stuttgart und München kletterten die Durchschnittsmieten mit 10 bzw. 7 Prozent stärker als die Spitzenmieten, was auf knappe Flächen und Grundstücksmangel zurückzuführen ist.
Marktstimmung und Ausblick
Seit Ende 2025 ist eine Aufhellung der Stimmung am Vermietungsmarkt spürbar. Die Nachfrage steigt insbesondere im Big-Box-Segment, das zuletzt zurückhaltend war. Große Nutzer wie Amazon haben ihre Expansionsstrategien reaktiviert. Zudem steigt die Nachfrage der Rüstungsindustrie, die bereits erste größere Anmietungen getätigt hat, etwa eine Lagerhalle mit rund 65.300 Quadratmetern im münsterländischen Wettringen für das Bekleidungsmanagement der Bundeswehr.
Diese Branche wird sich voraussichtlich auf bestehende Cluster konzentrieren, mit längeren Genehmigungsprozessen, die zu Verzögerungen bei Abschlüssen führen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten wird für das laufende Jahr eine moderate Belebung des Vermietungsmarktes über dem Vorjahresniveau erwartet.
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