Edelman Smithfield Global Private Wealth Survey: Viele Private-Markets-Firmen wirken austauschbar

AIEdelman Smithfield Global Private Wealth Survey: Viele Private-Markets-Firmen wirken austauschbar

Edelman Smithfield-Studie: 100 Prozent der europäischen Wealth-Management-Professionals und 92 Prozent der europäischen High-Net-Worth Individuals nutzen KI-Plattformen zur Recherche über Private-Markets-Anbieter

Private-Markets-Anbieter, wie Private-Equity- oder Private-Debt-Fonds, stehen bei Private-Wealth-Zielgruppen vor einem wachsenden Differenzierungsproblem – und KI-Plattformen beeinflussen zunehmend, welche Anbieter wahrgenommen werden. Das zeigt die 2026 Global Private Wealth Survey von Edelman Smithfield.

Demnach nutzen 100 Prozent der befragten europäischen Wealth-Management-Professionals (WMPs), wie Vermögensverwalter oder Family Offices, KI-Plattformen wie ChatGPT, Claude oder Gemini, um sich über Private-Markets-Anbieter und deren Angebote für den Wealth-Markt zu informieren. Bei europäischen High-Net-Worth-Individuals (HNWIs) sind es 92 Prozent. Für 63 Prozent der europäischen WMPs und 58 Prozent der europäischen HNWIs ist KI sogar die primäre Recherchemethode.

Gleichzeitig fällt es vielen Wealth-Investoren schwer, Private-Markets-Anbieter klar voneinander zu unterscheiden. Nur 43 Prozent der europäischen HNWIs halten Private-Markets-Firmen und ihre Produkte für klar differenzierbar. Unter europäischen WMPs liegt dieser Wert bei 63 Prozent.

Zudem sind Private-Markets-Anbieter im europäischen Wealth-Markt mit einem Verständlichkeitsproblem konfrontiert. 92 Prozent der europäischen WMPs und 83 Prozent der europäischen HNWIs stimmen der Aussage zu, dass Marketing von Private-Markets-Firmen für Wealth-Zielgruppen häufig zu komplex und kompliziert wirkt.

„Viele Private-Markets-Anbieter klingen aus Sicht von Wealth-Investoren noch immer austauschbar. Gleichzeitig wird KI zunehmend zum ersten Analysten im Entscheidungsprozess“, sagt Holger Nacken, Managing Director Financial Services bei Edelman Smithfield. „Wer von KI-Systemen nicht klar eingeordnet werden kann, verliert früh an Sichtbarkeit gegenüber potenziellen Investoren.“

KI entscheidet über Wahrnehmung und Recherche

KI beeinflusst inzwischen nicht nur die Recherche, sondern auch die Wahrnehmung von Private-Markets-Managern. 81 Prozent der europäischen WMPs und 79 Prozent der europäischen HNWIs stufen KI-Plattformen und LLMs als einflussreich dafür ein, wie sie Private-Markets-Manager beurteilen.

Bei europäischen HNWIs liegen KI-Plattformen damit leicht vor traditionellen Wirtschaftsmedien, die von 73 Prozent als einflussreich bewertet werden. Bei europäischen WMPs bleiben traditionelle Wirtschaftsmedien mit 94 Prozent der stärkste Einflussfaktor, gefolgt von allgemeinen Finanznachrichten mit 88 Prozent.

Medienpräsenz bleibt zentraler Vertrauensfaktor

Die wachsende Bedeutung von KI macht klassische Medienpräsenz nicht weniger relevant. Im Gegenteil: Medieninhalte zählen zu den Quellen, die in KI-gestützter Recherche aufgegriffen, verdichtet und eingeordnet werden können. Außerdem geben 98 Prozent der europäischen WMPs und 90 Prozent der europäischen HNWIs an, dass es ihre Zuversicht in eine Investition erhöht, wenn eine Private-Markets-Firma regelmäßig in den Medien zitiert wird. Bei 43 Prozent der WMPs und 33 Prozent der HNWIs erhöht eine solche Medienpräsenz die Zuversicht sogar deutlich.

„Der Wealth-Markt lässt sich heute nicht mehr über einen einzelnen Kanal erschließen“, sagt Nacken. „Private-Markets-Firmen müssen gleichzeitig in Medien, auf KI-Plattformen, über eigene Inhalte und im direkten Austausch mit Investoren sichtbar sein. Entscheidend ist, dass Botschaften über alle Kanäle hinweg konsistent, verständlich und glaubwürdig bleiben.“

Die ersten Kontaktpunkte mit Private-Markets-Investmentmöglichkeiten unterscheiden sich dabei deutlich zwischen Beraterinnen und Beratern und Endinvestoren. Europäische WMPs erfahren vor allem über direkte Ansprache durch Anbieter von solchen Möglichkeiten, 64 Prozent nennen diesen Kanal. Danach folgen Finanzmedien mit 50 Prozent, Branchenveranstaltungen mit 46 Prozent und firmeneigene Newsletter mit 45 Prozent.

Bei europäischen HNWIs ist der Einstieg fragmentierter. Firmeneigene Newsletter liegen mit 28 Prozent vorn, gefolgt von Empfehlungen durch Peers oder Berater mit 27 Prozent. Direkte Ansprache durch Anbieter und KI-Plattformen werden jeweils von 25 Prozent genannt, Finanzmedien von 24 Prozent.

Was Anbieter jetzt ändern müssen

Die Ergebnisse zeigen, dass Private-Markets-Firmen ihre Kommunikation für den europäischen Wealth-Markt präziser aufbauen müssen. Wealth-Zielgruppen erwarten klare Positionierung, verständliche Kommunikation und nachvollziehbare Differenzierung zwischen Anbietern, Strategien und Produkten. „Entscheidend ist nicht, Private Markets zu vereinfachen, bis sie beliebig wirken“, so Nacken. „Entscheidend ist, Komplexität nachvollziehbar zu machen. Anbieter müssen klarer erklären, wofür sie stehen, wie sich ihre Strategien unterscheiden und welche Rolle ihre Produkte im Portfolio vermögender Anlegerinnen und Anleger spielen können – das alles zahlt letztlich auch auf die Sichtbarkeit in KI-Anwendungen ein.“

Über die Studie

Die Forschung wurde von Censuswide durchgeführt. Befragt wurden 420 Wealth-Management-Professionals und 1.025 High-Net-Worth Individuals ab 18 Jahren in den USA, im Nahen Osten mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien, in APAC mit Hongkong, Singapur und Japan sowie in Europa mit dem Vereinigten Königreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien.

Die europäische Stichprobe umfasst 367 Befragte, darunter 109 Wealth-Management-Professionals und 258 High-Net-Worth Individuals. Alle Befragten investieren bereits in Private Markets oder planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate in Private Markets zu investieren beziehungsweise für Kundinnen und Kunden entsprechende Investments zu tätigen. Die Erhebung fand vom 15. bis 22. Dezember 2025 statt.

Download der Studie unter: https://www.edelmansmithfield.com/2026-Global-Private-Wealth-Survey

 

 

* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.