Jenseits der Magnificent Seven: Drei Investmentthemen für die zweite Jahreshälfte 2026

Edition AIJenseits der Magnificent Seven: Drei Investmentthemen für die zweite Jahreshälfte 2026

Jenseits der Magnificent Seven: Drei Investitionsschwerpunkte für die zweite Jahreshälfte 2026

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und steigender Energiepreise ergeben sich an den Aktienmärkten weiterhin attraktive Anlagechancen. Im Fokus stehen drei zentrale Themenbereiche, die zur Entwicklung der Kapitalmärkte beitragen.

1. Fortdauernder KI-Investitionszyklus

Künstliche Intelligenz bleibt der bedeutendste strukturelle Wachstumstreiber. Große Technologieunternehmen investieren weiterhin massiv in Rechenzentren, Infrastruktur und Rechenleistung, ohne Anzeichen einer Abschwächung. Im laufenden Jahr sind Investitionen von rund 650 Milliarden US-Dollar bei fünf großen Hyperscalern geplant. Das globale Investitionsvolumen im Bereich KI könnte innerhalb des nächsten Jahrzehnts bis zu 30 Billionen US-Dollar erreichen. Durch den Ausbau der Infrastruktur verschieben sich Nachfrage- und Wertschöpfungsschwerpunkte innerhalb der Lieferketten, was selektives Investieren erfordert, um nachhaltige Erträge zu erzielen.

2. Chancen außerhalb der USA

Abseits der etablierten US-Technologiekonzerne bieten internationale Märkte, insbesondere Schwellenländer, attraktive Perspektiven. Dort befinden sich Unternehmen, die eine zentrale Rolle in der globalen KI-Wertschöpfungskette einnehmen und derzeit vielfach mit niedrigeren Bewertungen und höherem Gewinnwachstum gehandelt werden. Für Schwellenländer wird bis Ende 2026 ein Gewinnwachstum von rund 49 Prozent erwartet, was deutlich über dem der meisten Industrieländer liegt. Ebenso zeigen sich etablierte Unternehmen in Europa und Asien als globale Marktführer in ihren Branchen.

3. Infrastruktur boomt – Chancen in der Realwirtschaft

Der Ausbau digitaler Infrastruktur erhöht die Nachfrage nach Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Industrietechnik, Baumaterialien und Rohstoffen. Die physische Infrastruktur ist als Basis für KI unabdingbar und bietet Investitionschancen in Industrie-, Infrastruktur-, Energie- und Materialunternehmen. Diese Geschäftsmodelle sind oft weniger anfällig für technologische Disruptionen und können daher zusätzliche Stabilität in Portfolios schaffen.

Fazit

Für die zweite Jahreshälfte 2026 herrscht trotz politischer Risiken und energiebedingter Herausforderungen ein konstruktives Umfeld. Robustes Gewinnwachstum vieler Unternehmen spricht für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Anleger sollten den Fokus auf jene Unternehmen legen, die langfristig nachhaltiges Gewinnwachstum erzielen können und nicht ausschließlich auf bekannte Technologiewerte setzen.


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