Sentiment-Umfrage 2026: Überblick
Die aktuelle Sentiment-Umfrage, durchgeführt von RUECKERCONSULT im Auftrag von HIH Invest und Ypsilon Group, offenbart eine leichte Aufhellung der Stimmung in der Immobilienwirtschaft. Der Stimmungsindex verbessert sich von -0,41 auf -0,14. Für die nächsten sechs bis zwölf Monate wird mit einem Index von 0,14 nur eine marginale Verbesserung erwartet. Der langfristige Ausblick für fünf Jahre ist mit 0,98 positiver als im Vorjahr.
Marktsegmente im Fokus
Allgemeine Stimmung und Marktselektion
Die Stimmung hat sich in nahezu allen Marktbereichen verbessert, mit Ausnahme von institutionellen Investoren und Family Offices, die weniger optimistisch sind. Besonders positiv bewerten Property- und Facility-Manager ihre Geschäftslage, während Projektentwickler, Immobilientransaktionen und Finanzierungen weiterhin überwiegend negativ beurteilt werden.
Büroimmobilien
Das Bürosegment bleibt herausgefordert. 62 % der Befragten erwarten eine sinkende Flächennachfrage, 51 % eine sinkende Investorennachfrage. Zwar zeigen die Mietprognosen leichten Optimismus mit 32 % stabilen und 18 % steigenden Mieten, doch rechnen 73 % der Marktteilnehmer mit weiteren Preisrückgängen, wobei die Chancen vorwiegend in A-Städten liegen.
Wohnimmobilien
Die hohe Mieternachfrage setzt sich fort, 64 % erwarten steigende und 22 % stark steigende Nachfrage nach Mietwohnungen. 93 % gehen von steigenden Mieten aus. Der Investmentmarkt zeigt sich dagegen vorsichtiger, mit abnehmender Investorennachfrage und gedämpften Preissteigerungserwartungen für Mehrfamilienhäuser.
Logistikimmobilien
Der Logistikmarkt zeigt sich vergleichsweise positiv. 53 % prognostizieren steigende Flächennachfrage, 49 % steigende Mieten. Auf dem Investmentmarkt erwarten 36 % eine steigende Nachfragedynamik, während knapp die Hälfte stabile Preise erwartet.
Investitionschancen und Standortdifferenzierung
Investitionschancen variieren stark nach Assetklasse und Standort. Wohninvestments verteilen sich relativ ausgeglichen auf A- und B-Städte. Büroinvestitionen konzentrieren sich überwiegend auf A-Städte, während für Industrie und Logistik B-Städte besser bewertet werden. Entscheidend sind weiterhin Preise, Finanzierungskosten und langfristige Erträge.
Ausblick
Die Immobilienbranche zeigt sich vorsichtig optimistisch. Eine umfassende Markterholung ist noch nicht erreicht, vor allem wegen anhaltender Herausforderungen im Bereich Finanzierung und Projektentwicklung. Die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bleiben für die zukünftige Dynamik wesentlich.
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