Bildungsniveau der Migranten in Europa steigt auf Rekordniveau, große Unterschiede nach Herkunft und Geschlecht

Edition AIBildungsniveau der Migranten in Europa steigt auf Rekordniveau, große Unterschiede nach Herkunft und Geschlecht

Steigendes Bildungsniveau bei Migranten in der Europäischen Union

Das Bildungsniveau von Migranten in der EU ist seit 2017 kontinuierlich gestiegen, wie ein Bericht des Centre for Research and Analysis on Migration (CReAM) an der ROCKWOOL Foundation Berlin auf Basis von Eurostat-Daten zeigt. Dabei ist der Anteil von Personen mit tertiärem Bildungsabschluss in allen Bevölkerungsgruppen gestiegen.

Entwicklung der Bildungsabschlüsse

Bei Migranten, die in der EU geboren wurden, stieg der Anteil von tertiär Gebildeten von 29,4 % auf 36,0 %. Bei außerhalb der EU geborenen Zuwanderern erhöhte sich der Anteil von 26,0 % auf 32,6 %. Der Anteil der Einheimischen mit tertiärem Abschluss stieg von 30,3 % im Jahr 2017 auf 37,7 % im Jahr 2025.

Unterschiede nach Herkunft und Zielland

Der Bericht verdeutlicht große Unterschiede zwischen den europäischen Ländern. In Ländern wie Irland, Luxemburg, Dänemark, Estland, Lettland, Malta, Portugal und Tschechien besitzen Migranten häufiger einen tertiären Abschluss als Einheimische. In den meisten anderen EU-Ländern ist dieser Anteil niedriger, wobei das Ausmaß stark variiert.

Irland als Beispiel zielgerichteter Migrationspolitik

Irland verzeichnet 2025 sowohl bei Einheimischen als auch bei in der EU geborenen Migranten einen Anteil von 55,1 % mit tertiärem Abschluss, bei außerhalb der EU geborenen Migranten sogar 70,7 % – deutlich über dem EU-Durchschnitt von 32,6 %. Dies wird auf die gezielte Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte durch Programme wie die „Critical Skills Employment Permits“ zurückgeführt.

Unterschiede nach Geschlecht

Frauen weisen in allen großen Herkunftsgruppen höhere tertiäre Bildungsabschlüsse auf als Männer. Dabei sind die Unterschiede zwischen Migrantinnen und Einheimischen insbesondere bei außerhalb der EU geborenen Frauen am größten, mit ausgeprägten Nachteilen in Ländern wie Slowenien, Finnland und Spanien.

Folgerungen für Integrations- und Bildungspolitik

Das Bildungsprofil von Migranten hängt stark von Herkunft, Zielland und Migrationswegen ab. Deshalb sollten Integrations- und Qualifizierungspolitiken an nationale Gegebenheiten angepasst werden und nicht allein auf EU-Durchschnittswerte vertrauen. Spezielle Visa-Programme können die Zusammensetzung der Zuwanderung und somit das Qualifikationsprofil entscheidend beeinflussen.

Berichtsdetails

Der Bericht trägt den Titel “Immigrant Educational Attainment in the European Union: Origin, Gender and Cross-Country Differences” (CReAM Report 04/2026) und wurde von Christian Dustmann, Tommaso Frattini und Camilla Piovesan verfasst.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags kann KI unterstützend eingesetzt worden sein. EN: AI may have been used to support the creation of this post.