Schroders: Geopolitische Risiken sind schwer prognostizierbar – Anleger sollten besonnen reagieren

Edition AISchroders: Geopolitische Risiken sind schwer prognostizierbar – Anleger sollten besonnen reagieren

Geopolitische Risiken schwer prognostizierbar

Geopolitische Risiken sind kaum vorhersehbar, und es ist nahezu unmöglich, sie konstant erfolgreich als Handelssignal zu verwenden. Ereignisse entwickeln sich unvorhersehbar, Risiken sind oft binär, und politische Ereignisse wirken unterschiedlich auf die Märkte.

Marktreaktionen auf geopolitische Nachrichten

In der vernetzten Welt werden Nachrichten extrem schnell eingepreist, was den zeitlichen Vorteil für Investoren durch Informationsvorsprung deutlich reduziert. Das heißt, der Versuch, durch kurzfristiges Reagieren auf Nachrichten Gewinne zu erzielen, kommt oft zu spät.

Diverse Anlageklassen wie Rohstoffe können als Diversifikatoren hilfreich sein, doch spekulative Positionierungen, wie etwa große Wetten auf den Ölpreis nach steigendem Kurs, bergen erhöhte Risiken.

Strategien für den Umgang mit Risiken

Ein besserer Ansatz liegt darin, zu analysieren, wie das Portfolio auf verschiedene Szenarien reagiert, anstatt exakte Prognosen für kommende Ereignisse zu stellen. Marktpreise reflektieren eine Verteilung von Wahrscheinlichkeiten für verschiedene Szenarien und keine punktgenauen Einschätzungen.

Wichtig ist es, geopolitische Verschiebungen im größeren wirtschaftlichen Kontext zu betrachten, etwa die Folgen höherer Verteidigungsausgaben und Lieferkettensicherung. Dies ermöglicht eine Bewertung, ob die Risiken eher stagflationär, deflationär oder reflationär wirken und unterstützt den Aufbau diversifizierter, robuster Portfolios.

Effekte zweiter und dritter Ordnung analysieren

Rohstoffpreise sind oft der wichtigste Übertragungsmechanismus geopolitischer Konflikte auf die Märkte. Es gilt, zu beurteilen, ob diese Entwicklungen zu Wachstumsschocks oder Zinsschocks führen, wobei die Fundamentalanalyse eine zentrale Rolle spielt.

Die Erfahrungen mit der Ukraine-Invasion 2022 zeigen den Einfluss steigender Inflation und der Zinsentwicklung. Das aktuelle höhere Zinsniveau begrenzt zwar das Zinsschockrisiko, erhöht aber potenziell das Wachstumsausfallrisiko.

Marktreaktionen und Chancen entdecken

Trotz geopolitischer Spannungen zeigen viele Märkte eine gewisse Sorglosigkeit, bedingt durch Erwartungen einer baldigen Deeskalation. Dennoch erfolgen auf Sektoren- und Länderebene differenzierte Bewertungen, die Chancen für selektive Investments eröffnen.

Beispielsweise ist der US-Aktienmarkt weniger abhängig von ausländischen Energielieferungen und könnte von Technologiegewinnen profitieren. Europäische Staatsanleihen reagieren auf Energiepreissteigerungen und Zinserwartungen, was bei verbesserter geopolitischer Lage oder anhaltend hohen Energiepreisen unterschiedliche Chancen bietet.

Fokus auf Szenarien statt Schlagzeilen

Anleger sollten anstelle impulsiver Reaktionen auf Nachrichten und Versuche, jede Marktwendung vorherzusagen, verstärkt auf Szenariobetrachtungen, Effekte zweiter Ordnung und relative Bewertungen setzen, um asymmetrische Chancen zu identifizieren und widerstandsfähige Portfolios zu gestalten.


DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags kann KI unterstützend eingesetzt worden sein. EN: AI may have been used to support the creation of this post.