Solvency II Reformen eröffnen europäische Versicherern neue Chancen bei langfristigen Aktieninvestments

Edition AISolvency II Reformen eröffnen europäische Versicherern neue Chancen bei langfristigen Aktieninvestments

Solvency II Reformen verbessern Kapitalrenditen für europäische Versicherer

Ab Januar 2027 können Versicherer in Kontinentaleuropa durch die Reformen des Solvency-II-Rahmenwerks ihre Kapitalrenditen bei Investitionen in öffentliche und börsennotierte private Aktienmärkte deutlich steigern. Die Anpassungen erlauben eine Neubewertung der zugrunde liegenden Vermögenswerte unter Wahrung der LTEI-Zulassungsvoraussetzungen und regulatorischer Compliance.

Aktuelle Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Solvency II hat bislang hohe Kapitalanforderungen für Aktienpositionen verursacht, was Versicherer zu einem stärkeren Engagement in festverzinslichen Anlagen führte. Die Regelungen für Langfristige Aktieninvestitionen (LTEI) ermöglichten zwar reduzierte Kapitalanforderungen, waren aber restriktiv und operativ aufwendig, weshalb nur wenige Versicherer diese nutzten.

Chancen durch eine nachhaltige Neustrukturierung

Die bevorstehenden Änderungen erlauben es Versicherern, langfristige Aktienstrukturen zu verwenden, die sowohl öffentliche als auch private Märkte abdecken. Dies kann über maßgeschneiderte Fondslösungen oder skalierbare LTEI-konforme Fonds erfolgen. Neu ist die Möglichkeit, Fonds auf Ebene der Fondseinheit qualifizieren zu lassen, wodurch eine flexiblere Neugewichtung und Rotation der Vermögenswerte möglich wird.

Effiziente Portfoliozusammensetzung für attraktive Renditen

Eine Analyse zeigt, dass ein diversifiziertes LTEI-Portfolio mit einer Kombination aus börsennotierten Aktien, Kerninfrastrukturaktien und Private Equity über zehn Jahre erwartete Renditen von bis zu 11,5 % jährlich erzielen kann – etwa 8,7 % höher als eine reine Aktienallokation in Industrieländern bei ähnlicher Volatilität. Die Kapitalkosten entsprechen denen zehnjähriger Investment-Grade-Unternehmensanleihen.

Wichtige Bausteine sind Infrastrukturaktien zur Inflationsabsicherung und Diversifizierung, Private Equity mit Zugang zu Geschäften außerhalb öffentlicher Märkte sowie weiterhin börsennotierte Aktien zur globalen Diversifikation.

Empfehlungen für Versicherer

Um die Chancen des neuen LTEI-Rahmenwerks optimal zu nutzen, brauchen Versicherer fundiertes Wissen über die geänderten Regelungen, Fähigkeiten zur risikobewussten Portfolio-Dimensionierung im Verhältnis zu Stresstests und Meldepflichten sowie eine versicherungsspezifische Portfoliooptimierung über verschiedene Anlageklassen hinweg.

Fazit

Die Solvency-II-Reformen ab 2027 bieten europäische Versicherern die beste Gelegenheit seit Jahren, ihr Aktienengagement strategisch auszuweiten und dabei regulatorische Anforderungen einzuhalten. Ein ganzheitlicher Investmentansatz, der öffentliche und private Märkte verbindet, kann langfristig höhere Renditen bei angemessenem Risiko ermöglichen.


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