Finanzwissen und Sparbereitschaft bei Eltern: Frühstart-Rente als Impulsgeber für die Altersvorsorge der Kinder

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Finanzwissen und Sparverhalten von Eltern

Eine repräsentative forsa-Umfrage zeigt, dass viele Eltern regelmäßig für ihre Kinder sparen. Die meisten legen bis zu 750 Euro pro Jahr zurück, vor allem für Ausbildung, Studium und den Führerschein. 70 Prozent sparen regelmäßig, 15 Prozent unregelmäßig, während 13 Prozent aktuell nichts zurücklegen.

Bekanntheit der Frühstart-Rente

Die geplante Frühstart-Rente, ein staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt, ist bislang nur 30 Prozent der Eltern bekannt. 48 Prozent würden es online abschließen, 42 Prozent bevorzugen persönliche Beratung. Sie könnte helfen, das Finanzwissen der Eltern zu stärken und den Vermögensaufbau für Kinder zu erleichtern.

Sparziele und -motive

  • Führerschein: 45 %
  • Ausbildung/Studium: 43 %
  • Eigenes Auto: 24 %
  • Altersvorsorge: 13 %
  • Ohne konkretes Ziel: 37 %

Diese Ziele spiegeln den Fokus vieler Eltern auf die finanzielle Absicherung und Förderung des Nachwuchses wider, wobei finanzielle Vorsorge für das Alter der Kinder noch weniger beachtet wird.

Erfolgsfaktoren beim Sparen

Die Mehrheit der Eltern nennt Disziplin (94 %), Finanzwissen (91 %) und ausreichende finanzielle Mittel (91 %) als Schlüsselfaktoren für erfolgreiches Sparen. Die Vermittlung von Finanzwissen wird überwiegend als familiäre Aufgabe gesehen (90 %), gefolgt von schulischer Bildung (77 %).

Finanzwissen und Herausforderungen

Nur 29 Prozent der Eltern bewerten ihr Finanzwissen als gut oder sehr gut, wobei Väter ihr Wissen deutlich besser einschätzen als Mütter. Themen wie Einnahmen- und Ausgabenverwaltung, Zinsen, Versicherungen oder Renditedefinition sind nicht für alle Eltern gleichermaßen verständlich.

Geldgespräche mit Kindern

92 Prozent sprechen beim Einkaufen mit ihren Kindern über Geld, 74 Prozent im Zusammenhang mit Taschengeld, 67 Prozent bei größeren Ausgaben. Geldanlage ist seltener Thema (43 %). Insbesondere im Grundschulalter finden regelmäßige Gespräche statt.

Geldanlageformen

Investmentfonds sind mit 55 Prozent die am häufigsten genutzte Anlageform für das Ersparte der Kinder, gefolgt von Sparbüchern (39 %) und Tagesgeldkonten (22 %). Viele Eltern erwarten für die Kindergeldanlage mehr Sicherheit und Kosteneffizienz als für die eigene Kapitalanlage.

Fazit

Das Interesse am Sparen für Kinder ist hoch, doch Wissensdefizite bleiben bestehen. Die Einführung der Frühstart-Rente könnte helfen, Familien einen einfachen, staatlich geförderten Weg zum langfristigen Vermögensaufbau zu bieten und Kindern frühzeitig finanzielle Kompetenz zu vermitteln.


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