Zinsentscheide der US-Notenbank im September
Die restriktive Kommunikation von Kevin Warsh auf der Jackson Hole Konferenz hat die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) im September gestärkt. Der Verbraucherpreisindex für August zeigt einen anhaltenden Inflationsdruck mit einem Anstieg der Kerninflation um 0,3 % im Monatsvergleich.
Erwartete Zinserhöhung
Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass eine Mehrheit des Offenmarktausschusses (FOMC) den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % anheben wird.
Fokus auf zukünftigen Zinspfad
Ein zentrales Thema der Sitzung wird der künftige Zinspfad sein, einschließlich der aktualisierten “Summary of Economic Projections” (SEP) und des Dot-Plots. Kevin Warsh hatte bei der letzten SEP keine Prognose abgegeben. Die Finanzmärkte rechnen mit weiteren Zinserhöhungen bis zum Jahresende sowie einer oder zwei zusätzlichen Anhebungen im Jahr 2027.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Risiken
Angesichts einer widerstandsfähigen US-Wirtschaft, eines Arbeitsmarktes nahe Vollbeschäftigung und nicht restriktiver finanzieller Bedingungen könnte eine unveränderte Zinspolitik im September das Risiko erhöhen, dass sich die Inflation weiter verfestigt. Dies würde zudem die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Warsh infrage stellen.
In einem solchen Szenario könnten die langfristigen Renditen über das bereits hohe Niveau hinaus steigen und der US-Dollar könnte an Wert verlieren, wie bereits im Juli beobachtet.
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