UBP House View August 2026: KI-Überzeugung durch Gewinnwachstum gestärkt

Edition AIUBP House View August 2026: KI-Überzeugung durch Gewinnwachstum gestärkt

KI-Monetarisierung im Fokus

Die Volatilität im Technologiesektor und die Skepsis hinsichtlich der Erträge aus dem Ausbau der KI-Infrastruktur führten im Juli zu einer deutlichen Streuung. Betroffen sind vor allem Halbleiter, Speicherchipanbieter sowie Industrie- und Energieunternehmen, die im Aufbau der Infrastruktur tätig sind. Die Berichtssaison bestätigt jedoch, dass die Monetarisierung voranschreitet. Das Cloud-Umsatzwachstum übertraf mit rund 43 % im zweiten Quartal die Erwartungen und reflektiert die stärkere Integration von KI-Ausgaben in Umsätze entlang der KI-Wertschöpfungskette.

Die langfristige Investmentthese zu ausgewählten US-Technologieführern bleibt intakt, unterstützt durch solide Fundamentaldaten im KI-Ökosystem.

Robustes Gewinnwachstum außerhalb der Technologie

Abgesehen vom Technologiesektor zeigt sich das Gewinnwachstum in den USA weiterhin stark. Im S&P 500 wurde im zweiten Quartal ein medianes EPS-Wachstum von 17 % verzeichnet. Selektive Strategieansätze, die strukturelle Wachstumsengagements mit quantitativen, optionsbasierten Investments zur Risikoabsicherung kombinieren, bleiben entscheidend.

Makroökonomische Perspektiven und Inflationsentwicklung

Die globale Wachstumsrate wird für 2026 voraussichtlich nahe 3 % liegen, trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und gestiegener Energiepreise. Die US-amerikanische und asiatische Wirtschaft, insbesondere Technologieexporteure, zeigen gesunde Wachstumsdynamik, während Europa und energieabhängige Schwellenländer anfälliger bleiben.

Die Inflation scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Ein nachhaltiger Rückgang setzt jedoch voraus, dass sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten entschärfen. Eine vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus könnte zudem den Ölmarkt stabilisieren, wobei Brent-Ölpreise im Bereich von 70 bis 90 US-Dollar pro Barrel erwartet werden.

Zinspolitik der Zentralbanken

Mehrere Zentralbanken, darunter die Europäische Zentralbank, haben bereits auf die Inflation mit Zinserhöhungen reagiert. Angesichts eines robusten Arbeitsmarkts und Wachstumsausblicks dürfte die Bereitschaft, Preisabweichungen zu tolerieren, gering bleiben. Die EZB wird voraussichtlich im September die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 2,50 % anheben. Die US-Notenbank Fed und die Bank of England könnten ihre Zinspolitik bei rückläufigen Ölpreisen stabil halten.

Aktien- und Anleihemärkte

Die Gewinnerwartungen für US-Unternehmen haben sich seit Jahresbeginn von 12 % auf 24 % verdoppelt. Trotz des Anstiegs im S&P 500 auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,8 bleiben die Bewertungen attraktiv. Das Fiskalprogramm der USA, mit Fokus auf Strombranche und Rechenzentren, unterstützt das Gewinnwachstum.

Im Anleihesegment führten höhere Renditen zu einer Belastung verschiedener Segmente. Die Anlegerpräferenz liegt weiterhin bei ausgewählten Hochzins- und Schwellenländeranleihen, um das Portfolio durch Carry zu stärken. Lokale Währungs- und Frontier-Märkte bieten insbesondere attraktive Gelegenheiten.


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