US-Zinsschritt: Fed auf Straffungskurs
Die Federal Reserve hat am 16. September erstmals seit 2023 die Zinsen um 25 Basispunkte auf einen Zielkorridor von 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Grund für diesen Schritt sind die anhaltend hohe Inflation, die über dem Zielwert von zwei Prozent liegt, sowie der aktuelle Energieschock infolge des Iran-Kriegs. Der Verbraucherpreisindex lag zuletzt bei 3,4 Prozent, der Preisindex für persönliche Konsumausgaben bei 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst und signalisiert den hawkischen Kurs des Offenmarktausschusses. Der aktualisierte Dot Plot zeigt die Erwartung mindestens eines weiteren Zinsschritts bis Jahresende und ein längerfristig höheres Zinsniveau, um die Inflation schneller zu senken. Gleichzeitig wird ein robuster Arbeitsmarkt als Basis für diese Straffung hervorgehoben.
US-Dollar trotz Anstieg strukturell unattraktiv
Die Finanzmärkte reagierten mit einem moderaten Anstieg des US-Dollars und kurzlaufender Renditen, da die klare Zielsetzung der Fed begrüßt wurde. Kurzfristig könnten Aktienmärkte volatil bleiben, doch mittel- bis langfristig wird sich der Fokus der Anleger voraussichtlich wieder auf die Gewinnentwicklung richten.
Der US-Dollar hat gegenüber wichtigen Währungen, einschließlich des Euro, seit Jahresbeginn 2026 um circa 2 Prozent zugelegt. Trotz dieser Stärke wird die US-Währung strukturell als unattraktiv eingeschätzt. Treiber dieser Einschätzung sind eine schleichende De-Dollarisierung und die angespannten fiskalischen Rahmenbedingungen in den USA. Insgesamt erscheint das Chancen-Risiko-Profil des US-Dollars mittelfristig begrenzt.
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